Die Pioniere
1965 schickte Mariner 4 die ersten Nahaufnahmen eines anderen Planeten zur Erde: Sie zeigten einen kraterübersäten Mars statt Kanälen und Pflanzen. 1976 landeten Viking 1 und Viking 2 und suchten auch nach Anzeichen von Leben – ohne eindeutigen Nachweis. 1997 fuhr mit Sojourner der erste Rover über den Mars, kaum größer als ein Mikrowellenofen.
Ausdauernde Rover
2004 landeten die Zwillinge Spirit und Opportunity. Beide waren für etwa 90 Sols geplant. Spirit arbeitete bis 2010, Opportunity sogar bis 2018 und fuhr mehr als 45 Kilometer. 2012 landete Curiosity im Gale-Krater. Er untersucht die Gesteinsschichten des Mount Sharp und fand starke Belege, dass es auf dem Mars früher Umgebungen gab, in denen Mikroben grundsätzlich hätten leben können.
Perseverance und Ingenuity
Perseverance landete 2021 im Jezero-Krater, einem früheren See. Er sucht nach möglichen Spuren früheren Lebens und sammelt Gesteinsproben für eine mögliche spätere Rückkehr zur Erde. Mit ihm kam der kleine Hubschrauber Ingenuity. Geplant waren fünf Testflüge – geschafft hat er 72! Beim letzten Flug im Januar 2024 wurden Rotorblätter beschädigt. Curiosity und Perseverance sind bis heute im Einsatz.
Kein Joystick
Fernsteuern wie ein Spielzeugauto kann man einen Marsrover nicht. Ein Funksignal braucht je nach Stellung der Planeten etwa 4 bis 24 Minuten für eine Richtung. Darum planen Teams die Fahrten im Voraus, und die Rover können immer mehr selbst entscheiden, zum Beispiel einem Hindernis ausweichen.
