Wie kann man durch die Wolken der Venus schauen?

Lou erklärt

Durch die Venuswolken kommt kein normales Licht, aber Radar. Mit Radarbildern der Sonde Magellan kennen wir Berge, Ebenen und viele Vulkane der Venus.

Nur Wolken zu sehen

Auf normalen Fotos ist Venus eine helle, cremefarbene Kugel ohne Berge oder Krater. Die geschlossene Wolkendecke versteckt die Oberfläche vollständig.

Sehen mit Radioaugen

Radiowellen kommen viel besser durch die Wolken als sichtbares Licht. Eine Raumsonde schickt Radarimpulse zum Boden und misst, wie sie zurückgeworfen werden – ein bisschen wie Rufen im Dunkeln und aus dem Echo erkennen, wo eine Wand steht. Die NASA-Sonde Magellan hat so Anfang der 1990er-Jahre fast die gesamte Venusoberfläche kartiert.

Eine Welt voller Vulkane

Die Radarbilder zeigen Gebirge, große Ebenen aus erstarrter Lava, Bruchzonen und sehr viele Vulkane. Jahrzehnte später verglichen Forschende alte Magellan-Aufnahmen derselben Gebiete und fanden Veränderungen, die sich am besten durch neue Lavaflüsse erklären lassen. Venus ist deshalb sehr wahrscheinlich auch heute noch vulkanisch aktiv. Wie oft es dort Ausbrüche gibt, weiß man aber noch nicht.

Zahlen & Fakten

Magellan: kartierte Anfang der 1990er-Jahre fast die ganze Venusoberfläche
Methode: Radar
Oberfläche: Lavaebenen, Gebirge, Bruchzonen, sehr viele Vulkane
Vulkanismus heute: sehr wahrscheinlich aktiv

Wusstest du?

Wissenschaftliche Daten können viel länger leben als eine Raumsonde: In alten Magellan-Bildern wurden Jahrzehnte später noch Hinweise auf aktive Vulkane entdeckt.

Teste dein Wissen!

Frage 1: Womit kann man durch die Venuswolken „schauen“?

A) Mit einer Taschenlampe
B) Mit Radar
C) Mit einer Sonnenbrille
Richtig ist Antwort: b

Frage 2: Welche Sonde kartierte fast die ganze Venusoberfläche?

A) Magellan
B) Apollo 11
C) Curiosity
Richtig ist Antwort: a

Frage 3: Was hat man auf der Venus sehr häufig gefunden?

A) Ozeane
B) Wälder
C) Vulkane
Richtig ist Antwort: c

Quellen

Zuletzt geprüft: 26.10.2026

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