Nur Wolken zu sehen
Auf normalen Fotos ist Venus eine helle, cremefarbene Kugel ohne Berge oder Krater. Die geschlossene Wolkendecke versteckt die Oberfläche vollständig.
Sehen mit Radioaugen
Radiowellen kommen viel besser durch die Wolken als sichtbares Licht. Eine Raumsonde schickt Radarimpulse zum Boden und misst, wie sie zurückgeworfen werden – ein bisschen wie Rufen im Dunkeln und aus dem Echo erkennen, wo eine Wand steht. Die NASA-Sonde Magellan hat so Anfang der 1990er-Jahre fast die gesamte Venusoberfläche kartiert.
Eine Welt voller Vulkane
Die Radarbilder zeigen Gebirge, große Ebenen aus erstarrter Lava, Bruchzonen und sehr viele Vulkane. Jahrzehnte später verglichen Forschende alte Magellan-Aufnahmen derselben Gebiete und fanden Veränderungen, die sich am besten durch neue Lavaflüsse erklären lassen. Venus ist deshalb sehr wahrscheinlich auch heute noch vulkanisch aktiv. Wie oft es dort Ausbrüche gibt, weiß man aber noch nicht.
