Eine gemeinsame Geburt
Vor etwa 4,6 Milliarden Jahren kreiste um die junge Sonne eine riesige Scheibe aus Gas und Staub. Staubkörner klebten zusammen, wurden zu Brocken und schließlich zu Planeten. Doch nicht überall in der Scheibe herrschten dieselben Bedingungen.
Innen heiß: Gesteinsplaneten
Nahe der Sonne war es sehr heiß. Dort konnten vor allem Gestein und Metall fest bleiben. So entstanden Merkur, Venus, Erde und Mars – kleine, dichte Welten mit fester Oberfläche.
Draußen kalt: die Schneelinie
Weiter draußen war es kalt genug, dass auch Wasser und andere Stoffe zu Eis gefroren. Diese Grenze nennt man Schneelinie. Jenseits davon gab es viel mehr festes Baumaterial, und große Planetenkerne konnten schnell wachsen. Jupiter und Saturn wurden so schwer, dass sie riesige Mengen Wasserstoff und Helium an sich zogen – sie wurden zu Gasriesen.
Ganz draußen: Eisriesen und Reste
Uranus und Neptun enthalten im Verhältnis mehr Wasser, Ammoniak und Methan und weniger Wasserstoff und Helium – sie sind Eisriesen. Noch weiter außen blieben viele kleine Eiskörper übrig: der Kuipergürtel und die Oortsche Wolke. Wanderungen der jungen Planeten und Zusammenstöße haben das Sonnensystem zusätzlich durcheinandergewirbelt.
