Spuren eines alten Magnetfelds
Mars hat heute kein globales Magnetfeld wie die Erde. In seiner Kruste gibt es aber noch magnetisierte Gebiete. Sie sind Spuren aus seiner Frühzeit, als in seinem Inneren wahrscheinlich ein Dynamo ein Magnetfeld erzeugte. Dieser Dynamo kam schon vor sehr langer Zeit weitgehend zum Erliegen.
Der Sonnenwind trägt Luft davon
Ohne starkes Magnetfeld konnte der Sonnenwind direkter mit der oberen Marsatmosphäre zusammenstoßen. Über Milliarden Jahre gingen dadurch Gase ins All verloren. Auch die Strahlung der jungen, aktiveren Sonne spielte eine große Rolle. Ein Vorgang heißt Sputtering: Energiereiche Teilchen treffen auf die obere Atmosphäre und schlagen Atome regelrecht heraus – wie beim Billard.
Keine Ein-Schritt-Regel
„Magnetfeld weg, Atmosphäre weg“ ist trotzdem zu einfach. Gase können auch im Gestein gebunden werden, Wasser kann in den Untergrund wandern. Messungen zeigen aber klar: Der Verlust ins All war für Mars sehr wichtig.
Die Sonde MAVEN
Die NASA-Sonde MAVEN umkreiste Mars ab 2014 und erforschte genau diese Frage. 2025 berichtete ihr Team von der ersten direkten Beobachtung des Sputterings. Im Dezember 2025 brach der Kontakt ab, und 2026 erklärte die NASA die Mission nach über elf Jahren für beendet. Ihre Daten werden noch lange ausgewertet.
