Warum ist es auf Merkur so heiß und so kalt?

Lou erklärt

Merkur hat fast keine Luft, die Wärme verteilen könnte, und dreht sich sehr langsam. Darum wird es auf der Tagseite glühend heiß und auf der Nachtseite eisig kalt.

Fast keine Luft

Merkur hat keine richtige Atmosphäre, sondern nur eine extrem dünne Exosphäre. Sie besteht aus einzelnen Atomen, zum Beispiel Sauerstoff, Natrium, Wasserstoff, Helium und Kalium. Die Teilchen sind so dünn verteilt, dass es dort weder Wind noch Wolken oder Regen gibt – und erst recht keine Luft zum Atmen.

Backofen und Tiefkühltruhe

Ohne Lufthülle kann Merkur Wärme nicht verteilen oder festhalten. In stark beleuchteten Regionen wird die Oberfläche bis etwa 430 Grad Celsius heiß – heißer als jeder Backofen. In sehr kalten Nachtregionen sinkt die Temperatur bis etwa minus 180 Grad. Dazu kommt, dass sich Merkur sehr langsam dreht. Ein Ort bleibt deshalb lange in der Sonne oder lange im Dunkeln.

Keine Temperaturmauer

Die beiden Zahlen beschreiben Extreme. An der Grenze zwischen Tag und Nacht springt die Temperatur aber nicht plötzlich von heiß auf eisig. Wie warm es ist, hängt davon ab, wie lange und wie stark ein Ort beleuchtet wurde.

Zahlen & Fakten

Höchsttemperatur: ca. +430 °C
Tiefsttemperatur: ca. −180 °C
Atmosphäre: extrem dünne Exosphäre
Eigendrehung: ca. 59 Erdtage

Wusstest du?

Weil auf Merkur kaum Wind und Wetter die Landschaft verändern, bleiben Krater dort sehr lange sichtbar – die Oberfläche ist wie ein altes Geschichtsbuch.

Teste dein Wissen!

Frage 1: Wie heiß kann es auf Merkur werden?

A) Etwa 43 °C
B) Etwa 430 °C
C) Etwa 4.300 °C
Richtig ist Antwort: b

Frage 2: Was besitzt Merkur statt einer dichten Atmosphäre?

A) Eine extrem dünne Exosphäre
B) Dicke Wolken
C) Einen Ozean
Richtig ist Antwort: a

Frage 3: Warum kühlt Merkur nachts so stark ab?

A) Weil der Mond ihn verdeckt
B) Weil es dort schneit
C) Weil keine Lufthülle die Wärme hält
Richtig ist Antwort: c

Quellen

Zuletzt geprüft: 26.10.2026

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