Nachts sind alle Katzen grau
Kennst du das? In der Dämmerung sieht dein Zimmer fast farblos aus. Das liegt an deinen Augen: Sie haben zwei Arten von Sinneszellen. Die einen sehen Farben, brauchen aber viel Licht. Die anderen funktionieren auch im Dunkeln, sehen aber nur Grautöne. Beim Blick auf schwache Himmelsobjekte arbeiten fast nur die Grau-Seher.
Kameras sind geduldiger
Dein Auge sammelt Licht nur für einen winzigen Augenblick. Eine Kamera am Teleskop kann dagegen viele Minuten oder sogar Stunden lang Licht einfangen. Dabei werden immer mehr Lichtteilchen aufgefangen, bis die Farben sichtbar werden. Die bunten Bilder sind also keine Fantasie – die Farben sind wirklich da, nur zu schwach für unsere Augen.
Trotzdem wunderschön
Was du im Teleskop siehst, ist echtes Licht, das oft viele tausend oder sogar Millionen Jahre zu dir unterwegs war. Und manche Ziele sind auch für das Auge bunt: Helle Sterne leuchten bläulich, gelb oder orange, und der Mars schimmert rötlich.
