Eine lange Reise
Cassini war eine gemeinsame Mission von NASA, ESA und der italienischen Raumfahrtagentur ASI. Die Sonde startete 1997, brauchte fast sieben Jahre bis Saturn und schwenkte 2004 in eine Umlaufbahn ein. Mit an Bord war die Landesonde Huygens für Titan.
Dreizehn Jahre Entdeckungen
Cassini untersuchte die Ringe aus vielen Winkeln, fotografierte Stürme und das Sechseck am Nordpol, schaute mit Radar durch Titans Dunst auf Seen aus Methan und entdeckte die Wasserfontänen von Enceladus. Mehrmals flog sie sogar mitten durch diese Fontänen.
Das große Finale
Gegen Ende der Mission flog Cassini 22-mal durch die schmale Lücke zwischen Saturn und seinen innersten Ringen – dort war vorher noch keine Sonde gewesen. Am 15. September 2017 tauchte sie absichtlich in Saturns Atmosphäre ein und sendete bis zuletzt Messdaten.
Warum das kontrollierte Ende?
Der Treibstoff ging zur Neige. Hätte man Cassini einfach weiterfliegen lassen, hätte sie irgendwann auf Titan oder Enceladus stürzen können. Irdische Mikroorganismen sollten diese möglicherweise lebensfreundlichen Welten nicht verunreinigen. Deshalb wurde die Mission sicher beendet.
