Klein, weiß und unterschätzt
Enceladus ist nur etwa 500 Kilometer groß und gehört zu den hellsten Objekten im Sonnensystem, weil seine Eisoberfläche das Sonnenlicht fast vollständig zurückwirft. Lange hielt man ihn für einen gewöhnlichen kleinen Eismond.
Tigerstreifen und Fontänen
Die Raumsonde Cassini entdeckte am Südpol lange, fast parallele Risse – die sogenannten Tigerstreifen. Aus ihnen schießen Fontänen aus Wasserdampf, Eiskristallen und anderen Stoffen Hunderte Kilometer hoch ins All.
Ein Ozean unter dem Eis
Das Material stammt aus einem Ozean aus salzigem Wasser unter der Eiskruste. Cassini flog mehrmals absichtlich durch die Fontänen und fand darin Salze, organische Verbindungen und molekularen Wasserstoff. Das passt dazu, dass Wasser am Meeresboden mit warmem Gestein reagiert – ähnlich wie an heißen Quellen in der Tiefsee der Erde.
Möglich heißt nicht bewiesen
Enceladus ist einer der spannendsten Orte bei der Suche nach lebensfreundlichen Bedingungen. Leben wurde dort aber nicht entdeckt. Ein Teil des ausgestoßenen Eises bleibt übrigens in einer Bahn um Saturn und speist dessen weiten E-Ring.
