Die Schwester der Erde
Venus hat einen Durchmesser von rund 12.100 Kilometern, die Erde von rund 12.700 Kilometern. Auch Masse und Dichte sind ähnlich. Deshalb nennt man Venus oft die Schwester der Erde. Forschende gehen davon aus, dass sie ähnlich aufgebaut ist: Metallkern, Gesteinsmantel und feste Kruste.
Zwei Schwestern, zwei Geschichten
Heute könnten die beiden kaum unterschiedlicher sein. Die Erde hat Ozeane, Venus ist glühend heiß und trocken. Modelle und Messungen deuten darauf hin, dass Venus in ihrer Frühzeit Wasser gehabt haben könnte. Manche Modelle erlauben sogar längere Zeit mildere Bedingungen, andere nicht. Wie viel Wasser es gab und wie lange, ist noch nicht geklärt.
Noch ein Rätsel: Blitze?
Auch eine andere Frage ist offen: Gibt es Blitze in den Venuswolken? Einige Sonden haben Signale gemessen, die dazu passen könnten, andere konnten typische Blitzsignale nicht eindeutig bestätigen.
Warum Venus so wichtig ist
Die spannendste Frage ist vielleicht nicht, warum Venus so heiß ist, sondern: Wie wurden zwei fast gleich große Planeten zu so verschiedenen Welten? Neue Missionen wie DAVINCI, VERITAS und EnVision sollen Hinweise auf die frühe Geschichte der Venus finden. Wer Venus versteht, versteht auch besser, was an der Erde besonders ist.
