Immer halb beleuchtet
Stell dir vor, du hältst einen Ball in die Sonne. Die Seite, die zur Sonne zeigt, ist hell, die andere liegt im Schatten. Genau so ist es beim Mond: Eine Hälfte ist immer beleuchtet. Der Mond selbst wird also nie kleiner oder größer – wir sehen nur unterschiedlich viel von seiner Tag-Seite.
Die Reise durch die Phasen
Bei Neumond steht der Mond zwischen Erde und Sonne. Seine helle Seite zeigt von uns weg, und wir sehen ihn nicht. Ein paar Tage später erscheint abends eine schmale Sichel. Sie wächst Nacht für Nacht, bis wir einen Halbmond sehen (das „erste Viertel“). Danach wächst er weiter bis zum Vollmond: Jetzt sehen wir die ganze beleuchtete Seite.
Anschließend wird der Mond wieder kleiner – über den abnehmenden Halbmond (das „letzte Viertel“) bis zur schmalen Morgensichel. Dann ist wieder Neumond, und alles beginnt von vorn.
Zunehmend oder abnehmend?
So erkennst du es bei uns in Europa: Ist die rechte Seite des Mondes hell, nimmt er zu. Ist die linke Seite hell, nimmt er ab. Probier es selbst aus: Stell eine Lampe in ein dunkles Zimmer, halte einen Ball oder Apfel mit ausgestrecktem Arm und dreh dich langsam im Kreis. Du siehst alle Mondphasen auf deinem Ball!
