Warum hat ein Komet zwei Schweife?

Lou erklärt

Ein Komet hat meist zwei Schweife: einen aus Staub und einen aus leuchtendem Gas. Die Sonne pustet beide von sich weg – deshalb zeigen sie immer von der Sonne fort.

Zwei verschiedene Schweife

Ein heller Komet zeigt meist mindestens zwei Schweife. Sie entstehen aus unterschiedlichen Stoffen und werden von der Sonne auf unterschiedliche Weise geformt.

Der Staubschweif

Der Staubschweif besteht aus winzigen festen Teilchen. Das Sonnenlicht drückt sanft auf sie, während sie gleichzeitig noch der Bahn des Kometen folgen. Deshalb ist dieser Schweif meist gelblich-weiß und leicht gebogen.

Der Ionenschweif

Der Ionen- oder Plasmaschweif besteht aus elektrisch geladenen Gasteilchen. Der Sonnenwind – ein Strom geladener Teilchen von der Sonne – trägt sie schnell davon. Dieser Schweif leuchtet oft bläulich und zeigt fast schnurgerade von der Sonne weg.

Schweif nach vorne?

Weil die Sonne die Schweife ausrichtet, zeigen sie immer von ihr weg – egal, wohin der Komet gerade fliegt. Entfernt sich ein Komet wieder von der Sonne, fliegt sein Schweif ihm also voraus. Er ist keine Spur wie bei einem Flugzeug.

Zahlen & Fakten

Staubschweif: feste Teilchen, gelblich-weiß, gebogen
Ionenschweif: geladene Gasteilchen, bläulich, gerade
Richtung: immer von der Sonne weg
Antrieb: Sonnenlicht und Sonnenwind

Wusstest du?

Der Große Komet von 1843 hatte einen Schweif, der länger war als der Abstand zwischen Erde und Sonne – über 300 Millionen Kilometer.

Teste dein Wissen!

Frage 1: In welche Richtung zeigen die Schweife eines Kometen?

A) Von der Sonne weg
B) Immer zur Erde
C) Immer hinter dem Kometen her
Richtig ist Antwort: a

Frage 2: Welcher Schweif leuchtet oft bläulich?

A) Der Staubschweif
B) Der Ionenschweif
C) Keiner
Richtig ist Antwort: b

Frage 3: Was trägt die Teilchen des Ionenschweifs fort?

A) Der Mond
B) Jupiters Schwerkraft
C) Der Sonnenwind
Richtig ist Antwort: c

Quellen

Zuletzt geprüft: 26.10.2026

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