Ein schmutziger Schneeball
Der Astronom Fred Whipple beschrieb Kometenkerne 1950 als „schmutzige Schneebälle“. Ein Kern ist oft nur wenige Kilometer groß und besteht aus Wassereis, gefrorenem Kohlendioxid und anderen gefrorenen Stoffen, vermischt mit Staub und Gestein.
Woher Kometen kommen
Kometen stammen aus den kalten Außenbereichen des Sonnensystems. Kometen mit kürzeren Umlaufzeiten kommen oft aus dem Kuipergürtel, Kometen mit sehr langen Umlaufzeiten vermutlich aus der Oortschen Wolke. Wird ihre Bahn durch Schwerkraft verändert, können sie in Richtung Sonne fallen.
Die Koma
Kommt ein Komet der Sonne näher, erwärmt sich sein Eis. Im Weltall wird es dabei direkt vom festen Eis zu Gas – das nennt man Sublimation. Das Gas reißt Staub mit, und um den Kern entsteht eine riesige leuchtende Hülle, die Koma. Sie kann größer werden als der Planet Jupiter.
Zeitkapseln aus der Frühzeit
Solange ein Komet weit draußen bleibt, verändert er sich kaum. Kometen enthalten deshalb Material, das fast so alt ist wie das Sonnensystem. Sie können Wasser und organische Stoffe transportieren – ob sie davon viel zur jungen Erde gebracht haben, wird noch erforscht.
