Vom Autor – Wie alles begann

Vom Autor – Wie alles begann

Wie aus einer kleinen Sternwarte im Garten die Abenteuer von Astromaus und Lou wurden

Astromaus und Lou sitzen neben der Sternwarte und reden über ihre nächsten Abenteuer.

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Eltern und alle, die gern nach oben schauen,

bevor Astromaus und Lou euch mit auf ihre Reisen nehmen, möchte ich kurz erzählen, wo diese Geschichten ihren Anfang genommen haben. Denn ohne eine kleine Sternwarte in einem Garten im Süden der Niederlande gäbe es Astromaus und Lou wahrscheinlich nicht.

Ein Hobbyastronom mit Teleskop und Kakao

Mein Name ist Thomas Braxator. Ich bin kein Berufsastronom und kein Wissenschaftler, sondern seit vielen Jahren begeisterter Hobbyastronom und Astrofotograf. Wenn der Himmel klar ist, zieht es mich hinaus. Dann wird das Teleskop ausgerichtet, und aus einem hellen Punkt am Himmel wird plötzlich ein Planet, aus einem unscheinbaren Nebelfleck eine ferne Sternenwelt und aus einer einfachen Frage oft ein ganzer Abend voller Entdeckungen.

Irgendwann entstand in unserem Garten eine eigene kleine Sternwarte. Sie ist kein großer Forschungsbau, sondern ein kompakter, beinahe runder Beobachtungsraum – gerade groß genug für das Teleskop, etwas Technik, ein paar Bücher und natürlich eine Tasse Kakao. Für mich ist sie trotzdem ein ganz besonderer Ort. Hier beobachte ich den Mond, die Planeten, Sternhaufen und Nebel; hier entstehen Astrofotografien, und hier beginnt oft das Staunen, das später in eine Geschichte wandert.

Warum es Astromaus und Lou gibt

Astromaus und Lou sind aus genau dieser Begeisterung entstanden. Ich wollte keine Geschichte schreiben, in der Kinder nur Fakten auswendig lernen. Viel spannender finde ich die Fragen dahinter: Warum leuchtet die Sonne? Wieso ist Venus heißer als Merkur? Was ist mit dem Wasser auf dem Mars geschehen? Und was können wir von all diesen Welten über unsere eigene Erde lernen?

Deshalb beginnt jedes große Abenteuer der beiden in der Wirklichkeit – mit Beobachten, Lesen, Vergleichen und Fragen. Erst im Traum fliegen sie dorthin, wohin sie in Wirklichkeit nicht reisen könnten. Doch was sie dort über Astronomie lernen, soll verlässlich bleiben.

Das ist mir besonders wichtig. Astronomie lebt nicht nur von Antworten. Sie lebt auch davon, dass wir sagen können: Das wissen wir. Das vermuten wir. Und das wissen wir noch nicht. Genau diese Haltung soll Astromaus begleiten. Sie darf staunen, zweifeln, eine falsche Idee haben, nachfragen und schließlich selbst Zusammenhänge entdecken.

Vielleicht schaut ihr nach diesen Geschichten anders zur Sonne, zum Mond oder zu einem Planeten. Vielleicht wollt ihr wissen, ob das helle Licht am Abend Venus ist oder ob der rötliche Punkt dort oben Mars sein könnte. Wenn daraus eine neue Frage entsteht, haben diese Geschichten bereits etwas erreicht.

Denn der Himmel beginnt nicht erst irgendwo weit draußen im All. Er beginnt genau dort, wo wir stehen und nach oben schauen.

Thomas Braxator
Hobbyastronom und Astrofotograf
Limburg, Niederlande