Weltraum-Lexikon A–Z
Hier findest du alle Steckbriefe aus dem Weltraum-Lexikon von Astromaus & Lou – von A wie Andromedagalaxie bis Z wie Zwergplanet – und dazu die Forscherinnen und Forscher, die das Weltall entdeckt haben (sortiert nach Nachnamen). Klicke auf einen Buchstaben, um direkt dorthin zu springen.
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
A
- Adams, John Couch – John Couch Adams berechnete unabhängig von Le Verrier, wo der unbekannte Planet Neptun stehen müsste.
- ALMA – ALMA besteht aus 66 Antennen auf 5000 Metern Höhe in Chile und schaut zu, wie neue Sterne und Planeten entstehen.
- Alpha Centauri – Alpha Centauri ist das Sternsystem, das unserer Sonne am nächsten liegt. Es besteht aus drei Sternen – darunter Proxima Centauri, der allernächste Stern.
- Alter des Universums – Das Universum ist nach heutigem Wissen rund 13,8 Milliarden Jahre alt. Mehrere voneinander unabhängige Messwege führen zu diesem Wert.
- Andromedagalaxie – Die Andromedagalaxie ist die große Nachbargalaxie unserer Milchstraße – rund 2,5 Millionen Lichtjahre entfernt und trotzdem mit bloßem Auge zu sehen.
- Arecibo-Observatorium – Das Radioteleskop von Arecibo in Puerto Rico war über 50 Jahre lang eine Legende – bis es 2020 einstürzte.
- Asteroid – Ein Asteroid ist ein Brocken aus Gestein oder Metall, der um die Sonne kreist. Asteroiden sind Überbleibsel aus der Entstehungszeit des Sonnensystems.
- Asteroidengürtel – Der Asteroidengürtel ist ein breiter Ring aus Millionen Gesteinsbrocken, der zwischen den Bahnen von Mars und Jupiter um die Sonne kreist.
- Ausdehnung des Universums – Das Universum dehnt sich aus: Der Raum zwischen weit entfernten Galaxien wird ständig größer – und seit einigen Milliarden Jahren sogar immer schneller.
B
- Batalha, Natalie – Natalie Batalha leitete wichtige Teile der wissenschaftlichen Arbeit der Kepler-Mission, die Tausende Planeten bei anderen Sternen fand.
- Bell Burnell, Jocelyn – Jocelyn Bell Burnell entdeckte 1967 als Doktorandin die ersten Pulsare – schnell rotierende Sternreste, die wie kosmische Leuchttürme blinken.
- Beobachtbares Universum – Das beobachtbare Universum ist der Teil des Kosmos, aus dem uns seit dem Urknall Licht erreichen konnte. Es ist heute rund 93 Milliarden Lichtjahre breit.
- Bessel, Friedrich Wilhelm – Friedrich Wilhelm Bessel maß 1838 als Erster zuverlässig die Entfernung zu einem Stern.
- Beteigeuze – Beteigeuze ist ein riesiger, rötlich leuchtender Stern im Sternbild Orion. Er ist ein Roter Überriese, der eines Tages als Supernova explodieren wird.
- Bethe, Hans – Hans Bethe erklärte, mit welchen Kernreaktionen die Sonne und andere Sterne ihre Energie erzeugen.
- Biosignatur – Eine Biosignatur ist eine Spur, die auf Leben hinweisen könnte – etwa ein bestimmtes Gasgemisch in der Atmosphäre eines Planeten. Ein einzelnes Gas ist aber noch kein Beweis.
- Brahe, Tycho – Tycho Brahe war der genaueste Himmelsbeobachter vor der Erfindung des Fernrohrs.
- Bunsen, Robert – Der Chemiker Robert Bunsen entwickelte mit Gustav Kirchhoff die Spektralanalyse.
- Burbidge, Margaret – Margaret Burbidge erklärte mit Kollegen, wie die chemischen Elemente in Sternen entstehen.
C
- Cannon, Annie Jump – Annie Jump Cannon ordnete Hunderttausende Sterne in Klassen ein.
- Cassini, Giovanni Domenico – Giovanni Domenico Cassini entdeckte vier Saturnmonde und eine dunkle Lücke im Saturnring – die Cassinische Teilung.
- Ceres – Ceres ist das größte Objekt im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter – und der einzige Zwergplanet im inneren Sonnensystem.
- Chandrasekhar, Subrahmanyan – Subrahmanyan Chandrasekhar berechnete, wie schwer ein Weißer Zwerg höchstens sein kann.
- Charon – Charon ist der größte Mond des Zwergplaneten Pluto – und mit halber Pluto-Größe so groß, dass beide fast wie ein Doppelplanet wirken.
- Curtis, Heber – Heber Curtis vertrat 1920 in der Großen Debatte die Idee, dass die Spiralnebel eigene Galaxien weit außerhalb der Milchstraße sind – und behielt recht.
D
- d’Arrest, Heinrich – Heinrich d’Arrest half als junger Student bei der Entdeckung des Neptun.
- Doppelstern – Ein Doppelstern besteht aus zwei Sternen, die sich gegenseitig umkreisen. Viele Sterne im Weltall sind nicht allein, sondern haben einen oder mehrere Partner.
- Drake, Frank – Frank Drake suchte 1960 als Erster mit einem Radioteleskop nach Signalen von Außerirdischen.
- Dunkle Energie – Dunkle Energie ist der Name für die unbekannte Ursache, die die Ausdehnung des Universums beschleunigt. Sie macht rund 68 Prozent des Energieinhalts aus.
- Dunkle Materie – Dunkle Materie ist unsichtbare Masse, die wir nur durch ihre Schwerkraft bemerken. Sie macht rund 27 Prozent des Universums aus – woraus sie besteht, weiß niemand.
E
- Eddington, Arthur – Arthur Eddington bestätigte 1919 bei einer Sonnenfinsternis Einsteins Vorhersage, dass die Sonne Licht ablenkt.
- Einstein, Albert – Albert Einstein erklärte mit seiner Relativitätstheorie Raum, Zeit und Schwerkraft ganz neu.
- Elektromagnetisches Spektrum – Sichtbares Licht ist nur ein kleiner Teil der Strahlung aus dem All. Radiowellen, Infrarot, UV, Röntgen- und Gammastrahlen gehören ebenso dazu.
- Elliptische Galaxie – Eine elliptische Galaxie ist eine runde bis ovale Sterneninsel ohne Spiralarme. Sie besteht vor allem aus alten, rötlichen Sternen.
- Enceladus – Enceladus ist ein kleiner Eismond des Saturn, der aus Spalten an seinem Südpol Fontänen aus Wasser und Eis ins All schleudert.
- Erde – Die Erde ist der dritte Planet von der Sonne aus – und der einzige, auf dem wir bisher Leben kennen. Rund 71 Prozent ihrer Oberfläche sind mit Wasser bedeckt.
- Eris – Eris ist ein Zwergplanet weit draußen hinter Neptun. Ihre Entdeckung im Jahr 2005 brachte die Diskussion ins Rollen, ob Pluto ein Planet ist.
- Europa – Europa ist ein eisbedeckter Mond des Jupiter. Unter seiner Eiskruste liegt wahrscheinlich ein riesiger Ozean aus Salzwasser.
- Event Horizon Telescope – Das Event Horizon Telescope verbindet Radioteleskope rund um die Erde – und hat damit die ersten Bilder von Schwarzen Löchern gemacht.
- Exoplanet – Ein Exoplanet ist ein Planet, der einen anderen Stern als unsere Sonne umkreist. Inzwischen sind mehr als 6.000 bestätigt.
- Extremely Large Telescope (ELT) – Das Extremely Large Telescope wird mit 39 Metern Spiegeldurchmesser das größte optische Teleskop der Welt.
F
- FAST (China) – FAST in China ist mit 500 Metern Durchmesser das größte Radioteleskop mit einer einzigen Schüssel auf der Welt.
- Fernglas – Ein Fernglas ist das perfekte erste Gerät zum Sternegucken: leicht, schnell bereit und mit großem Blickfeld.
- Fleming, Williamina – Williamina Fleming klassifizierte Tausende Sterne und entdeckte auf einer Fotoplatte den berühmten Pferdekopfnebel.
- Ford, Kent – Kent Ford baute einen besonders empfindlichen Spektrografen.
- Fowler, Willy – Willy Fowler maß im Labor die Kernreaktionen nach, die in Sternen ablaufen.
- Fraunhofer, Joseph von – Joseph von Fraunhofer entdeckte dunkle Linien im Licht der Sonne.
G
- Gaia – Die ESA-Sonde Gaia hat die bisher genaueste Karte unserer Milchstraße erstellt – mit fast zwei Milliarden Sternen.
- Galaxie – Eine Galaxie ist eine riesige Sterneninsel aus Millionen bis Billionen Sternen, aus Gas und Staub, die von der Schwerkraft zusammengehalten wird. Wir leben in der Galaxie Milchstraße.
- Galaxienhaufen – Ein Galaxienhaufen ist eine gewaltige Ansammlung von Hunderten bis Tausenden Galaxien, die durch ihre gemeinsame Schwerkraft zusammengehalten werden.
- Galilei, Galileo – Galileo Galilei richtete als einer der Ersten ein Fernrohr auf den Himmel.
- Galle, Johann Gottfried – Johann Gottfried Galle fand 1846 an der Berliner Sternwarte den Planeten Neptun – genau dort, wo Le Verrier ihn vorhergesagt hatte.
- Gamow, George – George Gamow beschrieb mit Kollegen, wie im heißen frühen Universum die ersten leichten Elemente entstanden.
- Ganymed – Ganymed ist der größte Mond im Sonnensystem. Er kreist um Jupiter und ist sogar größer als der Planet Merkur.
- Genzel, Reinhard – Reinhard Genzel verfolgte mit seinem Team die Bahnen von Sternen im Zentrum der Milchstraße.
- Ghez, Andrea – Andrea Ghez verfolgte jahrelang Sterne im Zentrum der Milchstraße.
- Große Debatte – Die Große Debatte von 1920 drehte sich um die Frage: Ist die Milchstraße das ganze Universum – oder gibt es weitere Galaxien? Edwin Hubble lieferte wenige Jahre später die Antwort.
H
- Habitable Zone – Die habitable Zone ist der Abstandsbereich um einen Stern, in dem auf einem Planeten flüssiges Wasser an der Oberfläche möglich sein könnte. Sie heißt auch Goldlöckchen-Zone.
- Hall, Asaph – Asaph Hall entdeckte 1877 die beiden kleinen Marsmonde Phobos und Deimos.
- Halley, Edmond – Edmond Halley sagte voraus, dass ein bestimmter Komet regelmäßig wiederkehrt.
- Hamilton, Margaret – Margaret Hamilton leitete die Entwicklung der Bordsoftware für die Apollo-Mondflüge.
- Hawking, Stephen – Stephen Hawking erforschte Schwarze Löcher und den Anfang des Universums.
- Herschel, Caroline – Caroline Herschel entdeckte acht Kometen und viele Nebel.
- Herschel, John – John Herschel, Sohn von William Herschel, kartierte Sternhaufen und Nebel am Nord- und am Südhimmel.
- Herschel, William – William Herschel entdeckte 1781 den Planeten Uranus.
- Hertzsprung, Ejnar – Ejnar Hertzsprung erkannte, dass es Riesensterne und Zwergsterne gibt.
- Hevelius, Johannes – Johannes Hevelius aus Danzig zeichnete einige der ersten genauen Mondkarten.
- Hewish, Antony – Antony Hewish leitete das Radioteleskop-Projekt, bei dem Jocelyn Bell Burnell die ersten Pulsare entdeckte.
- Hoyle, Fred – Fred Hoyle erklärte, wie in Sternen schwerere Elemente wie Kohlenstoff entstehen.
- Hubble-Lemaître-Gesetz – Das Hubble-Lemaître-Gesetz besagt: Je weiter eine Galaxie entfernt ist, desto schneller entfernt sie sich von uns. Es war der Schlüssel zur Entdeckung des sich ausdehnenden Universums.
- Hubble-Spannung – Die Hubble-Spannung ist ein offenes Rätsel: Zwei sorgfältige Messwege liefern für die heutige Ausdehnungsgeschwindigkeit des Universums unterschiedliche Werte.
- Hubble-Weltraumteleskop – Hubble kreist seit 1990 um die Erde und hat einige der berühmtesten Bilder des Weltalls aufgenommen.
- Hubble, Edwin – Edwin Hubble bewies, dass es außerhalb unserer Milchstraße unzählige weitere Galaxien gibt – und dass sie sich von uns entfernen.
- Huygens, Christiaan – Christiaan Huygens entdeckte den Saturnmond Titan und erkannte, dass Saturn von einem flachen Ring umgeben ist.
I
- Io – Io ist ein Mond des Jupiter und der Himmelskörper mit den meisten aktiven Vulkanen im ganzen Sonnensystem.
J
- James-Webb-Weltraumteleskop – Das James-Webb-Weltraumteleskop ist das größte Teleskop im All. Es sieht im Infrarotlicht bis zu den ersten Galaxien zurück.
- Janssen, Zacharias – Zacharias Janssen war ein Brillenmacher aus Middelburg.
- Johnson, Katherine – Katherine Johnson berechnete die Flugbahnen für wichtige Raumflüge der NASA – auch für die erste Mondlandung.
- Jupiter – Jupiter ist der größte Planet unseres Sonnensystems – ein Gasriese, in den mehr als 1.300 Erdkugeln hineinpassen würden.
K
- Kallisto – Kallisto ist der äußerste der vier großen Jupitermonde. Seine Oberfläche ist eine der am dichtesten mit Kratern übersäten im ganzen Sonnensystem.
- Kepler, Johannes – Johannes Kepler fand heraus, nach welchen Regeln sich die Planeten um die Sonne bewegen.
- Kirchhoff, Gustav – Gustav Kirchhoff erklärte zusammen mit Robert Bunsen die dunklen Linien im Sonnenlicht.
- Komet – Ein Komet ist ein Brocken aus Eis, Staub und Gestein. Kommt er der Sonne nahe, bildet er eine leuchtende Hülle und oft zwei lange Schweife.
- Kopernikus, Nikolaus – Nikolaus Kopernikus stellte die Sonne in die Mitte unseres Planetensystems.
- Kosmische Hintergrundstrahlung – Die kosmische Hintergrundstrahlung ist das älteste Licht, das wir beobachten können. Es wurde frei, als das Universum etwa 380.000 Jahre alt war.
- Kosmischer Kalender – Der kosmische Kalender presst die 13,8 Milliarden Jahre des Universums in ein einziges Jahr – so werden die riesigen Zeiträume vorstellbar.
- Krebsnebel – Der Krebsnebel ist der Überrest einer Sternexplosion, die Menschen im Jahr 1054 am Himmel beobachtet haben. Er liegt im Sternbild Stier.
- Kugelsternhaufen – Ein Kugelsternhaufen ist eine dichte, kugelförmige Ansammlung von Hunderttausenden sehr alten Sternen. Sie gehören zu den ältesten Objekten unserer Milchstraße.
- Kuiper, Gerard – Gerard Kuiper entdeckte Monde von Uranus und Neptun und die Lufthülle des Saturnmondes Titan.
- Kuipergürtel – Der Kuipergürtel ist eine riesige, ringförmige Zone hinter der Neptunbahn. Dort kreisen Pluto und unzählige weitere eisige Himmelskörper.
L
- Laplace, Pierre-Simon – Pierre-Simon Laplace berechnete die Bewegungen im Sonnensystem sehr genau und hatte eine Idee, wie Sonne und Planeten entstanden sein könnten.
- Le Verrier, Urbain – Urbain Le Verrier berechnete 1846, wo ein unbekannter Planet stehen muss.
- Leavitt, Henrietta Swan – Henrietta Swan Leavitt entdeckte, wie man mit bestimmten blinkenden Sternen, den Cepheiden, Entfernungen im Weltall messen kann.
- Lemaître, Georges – Georges Lemaître beschrieb schon 1927, dass sich das Universum ausdehnt.
- Levy, David – Der kanadische Amateurastronom David Levy hat über 20 Kometen entdeckt, darunter Shoemaker-Levy 9.
- Lichtjahr – Ein Lichtjahr ist keine Zeit, sondern eine Entfernung: die Strecke, die das Licht in einem Jahr zurücklegt – rund 9,5 Billionen Kilometer.
- Linsenteleskop (Refraktor) – Ein Linsenteleskop bündelt das Sternenlicht mit einer großen Glaslinse vorne im Rohr – so wie das erste Fernrohr von Galilei.
- Lipperhey, Hans – Hans Lipperhey war ein Brillenmacher in Middelburg.
- LOFAR – LOFAR ist ein riesiges Radioteleskop aus Tausenden kleinen Antennen – mit Zentrum in Drenthe und Stationen in ganz Europa, auch in Deutschland.
- Lokale Gruppe – Die Lokale Gruppe ist die „Nachbarschaft“ unserer Milchstraße: eine Ansammlung von Galaxien, zu der die Milchstraße, die Andromedagalaxie und die Dreiecksgalaxie gehören – dazu viele kleine Zwerggalaxien.
M
- Magellansche Wolken – Die Große und die Kleine Magellansche Wolke sind zwei kleine Begleitgalaxien der Milchstraße. Man sieht sie nur von der Südhalbkugel aus – als helle Nebelflecken am Himmel.
- Marius, Simon – Simon Marius aus Franken beobachtete die vier großen Jupitermonde fast zur gleichen Zeit wie Galileo.
- Mars – Mars ist der vierte Planet von der Sonne aus. Wegen seines rostroten Staubs nennt man ihn den Roten Planeten.
- Maury, Antonia – Antonia Maury entwickelte eine besonders genaue Einteilung der Sterne.
- Mayor, Michel – Michel Mayor entdeckte 1995 mit Didier Queloz den ersten Planeten bei einem sonnenähnlichen Stern.
- Merkur – Merkur ist der kleinste Planet und der Sonne am nächsten. Er rast in nur 88 Tagen einmal um die Sonne.
- Messier, Charles – Charles Messier war Kometenjäger.
- Metius, Jacob – Jacob Metius aus Alkmaar meldete 1608 nur wenige Wochen nach Hans Lipperhey ebenfalls ein Fernrohr an.
- Milchstraße – Die Milchstraße ist unsere Heimatgalaxie: eine riesige Spiralgalaxie aus 100 bis 400 Milliarden Sternen. Unsere Sonne ist einer davon.
- Mitchell, Maria – Maria Mitchell entdeckte 1847 einen Kometen und wurde die erste Astronomie-Professorin der USA.
- Mond – Der Mond ist der einzige natürliche Begleiter der Erde. Er umkreist uns in rund 384.000 Kilometern Entfernung und ist der einzige Himmelskörper, den Menschen bisher betreten haben.
- Montierung – Die Montierung trägt das Teleskop und lässt es ruhig dem Himmel folgen. Ohne gute Montierung wackelt jedes Bild.
- Multiversum – Das Multiversum ist die Idee, dass unser Universum nur eines von vielen sein könnte. Bisher lässt sich diese Vorstellung weder beweisen noch widerlegen.
N
- Nebel – Ein Nebel ist eine riesige Wolke aus Gas und Staub im Weltall. In manchen Nebeln entstehen neue Sterne, andere sind die Überreste gestorbener Sterne.
- Neptun – Neptun ist der achte und äußerste Planet unseres Sonnensystems – ein tiefblauer Eisriese mit den schnellsten Winden aller Planeten.
- Neutronenstern – Ein Neutronenstern ist der unglaublich dichte Rest eines explodierten Riesensterns. Er ist nur etwa 20 Kilometer groß, aber schwerer als die Sonne.
- Newton, Isaac – Isaac Newton erklärte mit seinem Gravitationsgesetz, warum Planeten um die Sonne kreisen.
O
- Offener Sternhaufen – Ein offener Sternhaufen ist eine lockere Gruppe junger Sterne, die gemeinsam aus derselben Gaswolke entstanden sind – wie Geschwister einer großen Familie.
- Öffnung und Vergrößerung – Bei einem Teleskop zählt vor allem die Öffnung – also wie groß Linse oder Spiegel sind. Die Vergrößerung ist zweitrangig.
- Okular – Das Okular ist die kleine Linse, durch die du ins Teleskop schaust. Es bestimmt, wie stark das Teleskop vergrößert.
- Oort, Jan – Jan Oort zeigte, dass sich die Milchstraße dreht, und vermutete eine riesige Kometenwolke am Rand des Sonnensystems: die Oortsche Wolke.
- Oortsche Wolke – Die Oortsche Wolke ist eine riesige, kugelförmige Hülle aus Milliarden eisiger Körper, die das Sonnensystem ganz außen umgibt. Sie ist die Heimat vieler Kometen.
- Orionnebel – Der Orionnebel ist ein riesiges Sternentstehungsgebiet im Sternbild Orion. Schon mit bloßem Auge erkennst du ihn als kleinen, verschwommenen Fleck im „Schwert“ des Himmelsjägers.
P
- Payne-Gaposchkin, Cecilia – Cecilia Payne-Gaposchkin entdeckte 1925, dass Sterne überwiegend aus Wasserstoff und Helium bestehen.
- Payne-Scott, Ruby – Ruby Payne-Scott war eine Pionierin der Radioastronomie.
- Penrose, Roger – Roger Penrose bewies mathematisch, dass Schwarze Löcher eine natürliche Folge von Einsteins Theorie sind.
- Penzias, Arno – Arno Penzias entdeckte 1964 zusammen mit Robert Wilson die kosmische Hintergrundstrahlung – das Nachglühen des Urknalls.
- Pferdekopfnebel – Der Pferdekopfnebel ist eine dunkle Staubwolke im Sternbild Orion, die vor einem rot leuchtenden Hintergrund wie der Kopf eines Pferdes aussieht.
- Phobos und Deimos – Phobos und Deimos sind die beiden kleinen Monde des Mars. Sie sind keine runden Kugeln, sondern unregelmäßige Brocken – ähnlich wie Kartoffeln.
- Planck, Max – Max Planck begründete im Jahr 1900 die Quantentheorie.
- Planetarischer Nebel – Ein Planetarischer Nebel ist eine leuchtende Gashülle, die ein sterbender Stern wie unsere Sonne ins All abgestoßen hat. Mit Planeten hat er nichts zu tun.
- Plejaden – Die Plejaden, auch Siebengestirn genannt, sind ein heller offener Sternhaufen im Sternbild Stier. Mit bloßem Auge siehst du sechs bis sieben Sterne als kleines Grüppchen.
- Pluto – Pluto ist ein Zwergplanet im Kuipergürtel. Bis 2006 galt er als neunter Planet unseres Sonnensystems.
- Polarstern – Der Polarstern steht fast genau über dem Nordpol der Erde. Während sich alle anderen Sterne im Laufe der Nacht drehen, scheint er stillzustehen – und zeigt immer nach Norden.
Q
- Queloz, Didier – Didier Queloz entdeckte als junger Doktorand zusammen mit Michel Mayor den ersten Planeten bei einem sonnenähnlichen Stern.
R
- Radioastronomie – Radioastronomen „hören“ ins Weltall: Sie fangen Radiowellen auf, die Sterne, Gaswolken und Galaxien aussenden.
- Radioteleskop – Ein Radioteleskop sieht aus wie eine riesige Satellitenschüssel und fängt Radiowellen aus dem Weltall ein.
- Radioteleskop Dwingeloo – Das Radioteleskop Dwingeloo in Drenthe war 1956 kurz das größte der Welt – heute ist es ein Denkmal, das Freiwillige wieder zum Laufen gebracht haben.
- Radioteleskop Effelsberg – In der Eifel steht eines der größten beweglichen Radioteleskope der Welt: die 100-Meter-Schüssel von Effelsberg.
- Raumzeit – Raumzeit nennt man die Einheit aus Raum und Zeit. Nach Einsteins Relativitätstheorie beeinflussen Bewegung und Schwerkraft, wie schnell Uhren gehen.
- Ringnebel – Der Ringnebel ist ein Planetarischer Nebel im Sternbild Leier. Im Teleskop sieht er aus wie ein kleiner, schwebender Rauchring.
- Roman, Nancy Grace – Nancy Grace Roman war die erste Leiterin der Astronomie bei der NASA.
- Rømer, Ole – Ole Rømer zeigte als Erster überzeugend, dass Licht nicht sofort ankommt, sondern eine bestimmte Geschwindigkeit hat.
- Roter Riese – Ein Roter Riese ist ein alter Stern, der sich am Ende seines Lebens gewaltig aufgebläht hat. Auch unsere Sonne wird in ferner Zukunft zu einem Roten Riesen.
- Rotverschiebung – Rotverschiebung bedeutet: Das Licht ferner Galaxien kommt bei uns „röter“ an, weil seine Wellen auf dem Weg gedehnt wurden.
- Rubin, Vera – Vera Rubin zeigte, dass sich Sterne am Rand von Galaxien viel zu schnell bewegen.
- Russell, Henry Norris – Henry Norris Russell entwickelte unabhängig von Hertzsprung das berühmte Diagramm, in dem Sterne nach Temperatur und Helligkeit geordnet sind.
- Ryle, Martin – Martin Ryle verband mehrere kleine Radioteleskope so, dass sie zusammen wie ein riesiges Teleskop arbeiten.
S
- Sagan, Carl – Carl Sagan erforschte Planeten wie die Venus und begeisterte mit seiner Fernsehserie „Unser Kosmos“ Millionen Menschen für die Wissenschaft.
- Saturn – Saturn ist der sechste Planet von der Sonne aus und berühmt für seine prachtvollen Ringe. Er ist der zweitgrößte Planet.
- Schiaparelli, Giovanni – Giovanni Schiaparelli zeichnete genaue Marskarten.
- Schwarzes Loch – Ein Schwarzes Loch ist ein Ort im All, an dem so viel Masse auf so kleinem Raum steckt, dass nichts mehr entkommen kann – nicht einmal Licht.
- Schwarzschild, Karl – Karl Schwarzschild fand 1915/1916 die erste genaue Lösung von Einsteins Gleichungen.
- Seager, Sara – Sara Seager erforscht die Lufthüllen von Planeten bei anderen Sternen.
- Secchi, Angelo – Angelo Secchi sortierte als einer der Ersten Sterne nach ihrem Licht.
- SETI – SETI steht für die Suche nach außerirdischer Intelligenz. Seit 1960 lauschen Radioteleskope nach Signalen fremder Zivilisationen – bisher ohne bestätigten Fund.
- Shapley, Harlow – Harlow Shapley vermaß als Erster, wie riesig die Milchstraße ist, und zeigte, dass die Sonne nicht in ihrer Mitte liegt.
- Shoemaker, Carolyn – Carolyn Shoemaker begann erst mit über 50 Jahren mit der Astronomie – und entdeckte danach mehr als 30 Kometen und über 800 Asteroiden.
- Shoemaker, Eugene – Eugene Shoemaker bewies, dass manche Krater auf der Erde von Einschlägen aus dem All stammen.
- Sirius – Sirius ist der hellste Stern am Nachthimmel. Er funkelt im Winter tief im Süden im Sternbild Großer Hund.
- Slipher, Vesto – Vesto Slipher maß als Erster, wie schnell sich ferne Galaxien bewegen.
- Sonne – Die Sonne ist ein Stern – eine riesige, glühende Kugel aus Gas. Sie ist das Zentrum unseres Sonnensystems und schenkt der Erde Licht und Wärme.
- Sonnensystem – Das Sonnensystem ist die Sonne mit allem, was um sie kreist: acht Planeten, ihre Monde, Zwergplaneten, Asteroiden und Kometen.
- Spiegelteleskop (Reflektor) – Ein Spiegelteleskop fängt das Licht mit einem gewölbten Spiegel ein. Alle großen Teleskope der Welt funktionieren so.
- Spiralgalaxie – Eine Spiralgalaxie ist eine flache, sich drehende Scheibe aus Sternen mit leuchtenden Spiralarmen – wie ein riesiges Feuerrad im Weltall.
- Spitzer, Lyman – Lyman Spitzer schlug schon 1946 vor, ein großes Teleskop ins Weltall zu bringen.
- Square Kilometre Array (SKA) – Das Square Kilometre Array wird das größte Radioteleskop der Welt – verteilt auf Südafrika und Australien.
- Stern – Ein Stern ist eine riesige, heiße Kugel aus Gas, die aus eigener Kraft leuchtet. Auch unsere Sonne ist ein Stern.
- Sternschnuppe (Meteor) – Eine Sternschnuppe ist kein Stern, sondern ein Staubkorn oder Steinchen aus dem All, das in der Lufthülle der Erde verglüht. Fachleute nennen die Leuchtspur einen Meteor.
- Supernova – Eine Supernova ist die gewaltige Explosion eines Sterns. Für kurze Zeit kann sie heller leuchten als eine ganze Galaxie mit Milliarden Sternen.
T
- Tarter, Jill – Jill Tarter hat ihr Forscherleben der Suche nach Signalen außerirdischer Zivilisationen gewidmet.
- Teleskop – Ein Teleskop sammelt viel mehr Licht als unser Auge – dadurch sehen wir schwache und weit entfernte Dinge am Himmel.
- Thorne, Kip – Kip Thorne half, die Suche nach Gravitationswellen wissenschaftlich zu begründen.
- Tinsley, Beatrice – Beatrice Tinsley zeigte, dass sich Galaxien im Lauf der Zeit verändern.
- Titan – Titan ist der größte Mond des Saturn und der einzige Mond mit einer dichten Lufthülle. Auf ihm gibt es Seen – allerdings nicht aus Wasser, sondern aus flüssigem Methan.
- Tombaugh, Clyde – Clyde Tombaugh entdeckte 1930 den Zwergplaneten Pluto.
- Triton – Triton ist der größte Mond des Neptun. Er kreist rückwärts um seinen Planeten – vermutlich, weil Neptun ihn vor langer Zeit eingefangen hat.
U
- Uranus – Uranus ist der siebte Planet von der Sonne aus – ein blaugrüner Eisriese, der auf der Seite liegend um die Sonne rollt.
- Urknall – Der Urknall ist der Name für den sehr heißen, sehr dichten Anfangszustand, aus dem sich unser Universum vor rund 13,8 Milliarden Jahren entwickelt hat.
V
- Van Allen, James – James Van Allen entdeckte 1958 mit dem ersten US-Satelliten die Strahlungsgürtel, die die Erde umgeben.
- Venus – Venus ist der zweite Planet von der Sonne aus und fast so groß wie die Erde. Unter ihren dichten Wolken ist sie der heißeste Planet des Sonnensystems.
- Very Large Telescope (VLT) – Das Very Large Telescope in der chilenischen Atacamawüste besteht aus vier Riesenteleskopen mit je 8,2 Meter großen Spiegeln.
W
- Weiss, Rainer – Rainer Weiss erfand das Messprinzip, mit dem LIGO Gravitationswellen nachweist.
- Weißer Zwerg – Ein Weißer Zwerg ist der heiße, ausgebrannte Rest eines Sterns wie unserer Sonne – etwa so groß wie die Erde, aber fast so schwer wie die Sonne.
- Weltraumteleskop – Weltraumteleskope kreisen über der Lufthülle der Erde. Dort sehen sie schärfer und auch Licht, das auf dem Erdboden gar nicht ankommt.
- Westerbork-Radioteleskop – In Westerbork stehen 14 Radioschüsseln in einer Reihe. Zusammengeschaltet arbeiten sie wie ein einziges, fast drei Kilometer großes Teleskop.
- Williams, Robert – Robert Williams ließ 1995 das Hubble-Weltraumteleskop zehn Tage auf einen scheinbar leeren Himmelsfleck schauen. So entstand das Hubble Deep Field mit rund 3.000 Galaxien.
- Wilson, Robert – Robert Wilson entdeckte 1964 mit Arno Penzias die kosmische Hintergrundstrahlung, das Nachglühen des Urknalls.
Z
- Zukunft des Universums – Nach dem heutigen Standardmodell dehnt sich das Universum immer weiter aus und wird in sehr ferner Zukunft dunkler und kälter. Sicher ist das aber nicht.
- Zwergplanet – Ein Zwergplanet ist ein Himmelskörper, der um die Sonne kreist und rund ist, seine Umlaufbahn aber nicht von anderen Körpern freigeräumt hat.
- Zwicky, Fritz – Fritz Zwicky fand 1933 erste Hinweise auf unsichtbare „dunkle Materie“.
