Giovanni Schiaparelli

Porträt von Giovanni Schiaparelli

Lou erklärt

Ein einziges Wort, falsch übersetzt – und schon glaubten Menschen an Marsbewohner. Genau übersetzen ist wichtig!

Kurz erklärt

Giovanni Schiaparelli leitete die Sternwarte Brera in Mailand. Als der Mars 1877 der Erde besonders nahe kam, zeichnete er sehr genaue Karten der Marsoberfläche. Er gab vielen Gebieten Namen, die bis heute benutzt werden.

Ein folgenreiches Missverständnis

Auf dem Mars sah Schiaparelli dunkle, linienartige Strukturen und nannte sie „canali“. Im Italienischen heißt das einfach Rinnen oder Furchen. Doch im Englischen wurde daraus „canals“ – also künstlich gebaute Kanäle. Manche Menschen glaubten nun, Marsbewohner hätten Wasserwege gebaut. Heute wissen wir: Es gibt keine Kanäle auf dem Mars, die Linien waren vor allem optische Täuschungen.

Sternschnuppen und Kometen

Schiaparelli fand auch heraus, dass Sternschnuppenschwärme mit Kometen zusammenhängen. Die Perseiden im August sind zum Beispiel Staubteilchen, die der Komet Swift-Tuttle auf seiner Bahn verloren hat.

Zahlen & Fakten

Lebensdaten: 1835–1910
Herkunft: Italien
Wirkte in: Mailand (Sternwarte Brera)
Berühmt für: Marskarten (ab 1877) und die „canali“
Entdeckte: den Zusammenhang zwischen Sternschnuppen und Kometen

Wusstest du?

Eine europäische Testlandesonde, die 2016 auf dem Mars landen sollte, hieß „Schiaparelli“. Leider stürzte sie bei der Landung ab.

Teste dein Wissen!

Frage 1: Was bedeutet das italienische Wort „canali“?

A) Rinnen oder Furchen
B) Marsmenschen
C) Vulkane
Richtig ist Antwort: a

Frage 2: Gibt es künstliche Kanäle auf dem Mars?

A) Ja, sehr viele
B) Ja, aber nur einen
C) Nein
Richtig ist Antwort: c

Frage 3: Woher kommen die Perseiden-Sternschnuppen?

A) Von einem Kometen
B) Vom Mond
C) Von der Sonne
Richtig ist Antwort: a

Quellen

Bildnachweis: Porträt: Webb, William Larkin – gemeinfrei – Wikimedia Commons: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Schiaparelli_Giovanni.jpg
Zuletzt geprüft: 28.10.2026

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