Kurz erklärt
Viele Dinge im Weltall senden nicht nur Licht aus, sondern auch Radiowellen – das sind dieselben Wellen, mit denen auch Radio und Handys funktionieren, nur viel schwächer. Die Radioastronomie fängt diese Wellen mit großen Antennen auf, den Radioteleskopen. Ein Computer verwandelt die Messungen dann in Bilder oder Kurven. Hören kann man dabei übrigens nichts: Radiowellen sind keine Töne, man kann sie aber in Töne umwandeln.
Wie alles anfing
1932 untersuchte der amerikanische Funktechniker Karl Jansky ein störendes Rauschen in seiner Antenne. Er fand heraus, dass es aus der Mitte der Milchstraße kam – die Radioastronomie war geboren. Seitdem hat sie viele Überraschungen entdeckt: die Pulsare, das Nachglühen des Urknalls und riesige Gaswolken aus Wasserstoff. Ein großer Vorteil: Radioteleskope können auch tagsüber und durch Wolken hindurch beobachten.
