Radioastronomie

Lou erklärt

Radioteleskope sind die Ohren der Astronomen – sie fangen auf, was unsere Augen niemals sehen könnten.

Kurz erklärt

Viele Dinge im Weltall senden nicht nur Licht aus, sondern auch Radiowellen – das sind dieselben Wellen, mit denen auch Radio und Handys funktionieren, nur viel schwächer. Die Radioastronomie fängt diese Wellen mit großen Antennen auf, den Radioteleskopen. Ein Computer verwandelt die Messungen dann in Bilder oder Kurven. Hören kann man dabei übrigens nichts: Radiowellen sind keine Töne, man kann sie aber in Töne umwandeln.

Wie alles anfing

1932 untersuchte der amerikanische Funktechniker Karl Jansky ein störendes Rauschen in seiner Antenne. Er fand heraus, dass es aus der Mitte der Milchstraße kam – die Radioastronomie war geboren. Seitdem hat sie viele Überraschungen entdeckt: die Pulsare, das Nachglühen des Urknalls und riesige Gaswolken aus Wasserstoff. Ein großer Vorteil: Radioteleskope können auch tagsüber und durch Wolken hindurch beobachten.

Zahlen & Fakten

Was wird gemessen: Radiowellen aus dem All
Werkzeug: Radioteleskop (Antenne)
Beginn: 1932, Karl Jansky (USA)
Vorteile: auch tagsüber und bei Wolken
Wichtige Entdeckungen: Pulsare, kosmische Hintergrundstrahlung, Wasserstoffwolken

Wusstest du?

Ein kleiner Teil des Rauschens, das man früher bei alten Fernsehern ohne Sender sah, stammt vom Nachglühen des Urknalls.

Teste dein Wissen!

Frage 1: Was fangen Radioteleskope auf?

A) Radiowellen
B) Geräusche wie ein Mikrofon
C) Regen
Richtig ist Antwort: a

Frage 2: Wer entdeckte 1932 Radiowellen aus der Milchstraße?

A) Karl Jansky
B) Galileo Galilei
C) Neil Armstrong
Richtig ist Antwort: a

Frage 3: Was kann ein Radioteleskop, was ein normales Teleskop nicht kann?

A) Auch tagsüber und durch Wolken beobachten
B) Durch die Erde hindurchsehen
C) Sterne anzünden
Richtig ist Antwort: a

Das könnte dich auch interessieren