Westerbork-Radioteleskop

Lou erklärt

Vierzehn Schüsseln in einer Reihe – zusammen sind sie ein Riesenteleskop, so lang wie ein ganzes Dorf.

Kurz erklärt

Das Westerbork Synthesis Radio Telescope, kurz WSRT, steht ebenfalls in der Provinz Drenthe in den Niederlanden. Es besteht aus 14 Schüsseln mit je 25 Metern Durchmesser, die auf einer 2,7 Kilometer langen Linie von West nach Ost aufgereiht sind. Einige davon lassen sich auf Schienen verschieben. Es ist seit 1970 in Betrieb und wird vom niederländischen Institut für Radioastronomie ASTRON betreut.

Die Erde hilft mit

Westerbork nutzt einen cleveren Trick: Weil sich die Erde dreht, verändert sich im Laufe von zwölf Stunden die Blickrichtung der Teleskopreihe zum Himmel. Ein Computer setzt daraus ein Bild zusammen, das so scharf ist wie von einer 2,7 Kilometer großen Schüssel. Mit Westerbork haben Astronomen die Gaswolken vieler Galaxien untersucht und entdeckt, dass sie sich am Rand zu schnell drehen – ein früher Hinweis auf die rätselhafte Dunkle Materie.

Zahlen & Fakten

Ort: Westerbork, Provinz Drenthe (NL)
Schüsseln: 14 × 25 m
Länge der Reihe: 2,7 km (Ost–West)
In Betrieb seit: 1970
Betreiber: ASTRON
Technik: Erdrotations-Synthese (Interferometrie)

Wusstest du?

Westerbork war eines der ersten Radioteleskope, das die Drehung der Erde nutzte, um aus vielen kleinen Schüsseln ein riesiges Teleskop zu „bauen“.

Teste dein Wissen!

Frage 1: Wie viele Schüsseln hat das Westerbork-Radioteleskop?

A) 14
B) 1
C) 100
Richtig ist Antwort: a

Frage 2: Wie hilft die Erde bei den Messungen?

A) Durch ihre Drehung ändert sich die Blickrichtung
B) Durch Erdbeben
C) Durch ihren Schatten
Richtig ist Antwort: a

Frage 3: Worauf gaben Messungen mit Westerbork einen frühen Hinweis?

A) Auf Dunkle Materie
B) Auf Leben auf dem Mars
C) Auf einen neuen Mond
Richtig ist Antwort: a

Quellen

Zuletzt geprüft: 28.10.2026

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