Warum ist es im Weltall gleichzeitig heiß und kalt?

Lou erklärt

Im Weltall gibt es keine Luft, die Wärme verteilt. Wo die Sonne hinscheint, wird es glühend heiß. Im Schatten wird es eisig kalt – manchmal nur wenige Schritte voneinander entfernt.

Ohne Luft keine warme Decke

Auf der Erde wirkt die Luft wie eine große Decke. Sie verteilt die Wärme, damit es auch im Schatten nicht sofort eiskalt wird, und sie hält nachts einen Teil der Wärme fest. Im Weltall und auf dem Mond gibt es diese Decke nicht. Die Wärme bleibt dort, wo die Sonne hinscheint – und überall sonst wird es bitterkalt.

Tag und Nacht auf dem Mond

Ein Tag auf dem Mond dauert ungefähr zwei Wochen, die Nacht ebenso. Während des langen Mondtages heizt sich der Boden auf über 120 Grad auf – heißer als kochendes Wasser. In der langen Mondnacht fällt die Temperatur auf etwa minus 130 Grad. In tiefen Kratern an den Polen, in die niemals Sonnenlicht fällt, ist es sogar kälter als minus 240 Grad.

Was Raumfahrer schützt

Darum ist der Raumanzug so wichtig. Er besteht aus vielen Schichten, die vor Hitze und Kälte schützen, und hat eine eigene Kühlung. So bleibt es für die Astronautin oder den Astronauten darin angenehm. Auch Raumstationen und Raumsonden sind gut eingepackt – oft in glänzende Folie, die das Sonnenlicht zurückwirft.

Zahlen & Fakten

Mondtag: über 120 °C
Mondnacht: etwa −130 °C
Dunkle Polkrater: unter −240 °C
Ein Tag auf dem Mond: etwa 2 Wochen hell, 2 Wochen dunkel

Wusstest du?

Die Apollo-Astronauten trugen unter ihrem Raumanzug eine Art Unterwäsche mit vielen dünnen Schläuchen. Durch die Schläuche floss Wasser und kühlte den Körper.

Teste dein Wissen!

Frage 1: Warum wird es im Weltall im Schatten so kalt?

A) Weil es keine Luft gibt, die Wärme verteilt
B) Weil dort Schnee liegt
C) Weil die Sonne nachts ausgeht
Richtig ist Antwort: a

Frage 2: Wie heiß kann es am Mondtag werden?

A) etwa 20 Grad
B) über 120 Grad
C) etwa 1.000 Grad
Richtig ist Antwort: b

Quellen

Zuletzt geprüft: 25.10.2026

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