Kurz erklärt
Andrea Ghez wurde 1965 in New York geboren. Als Kind sah sie die Mondlandungen im Fernsehen und wollte die erste Astronautin werden. Stattdessen wurde sie Astronomin an der Universität von Kalifornien in Los Angeles.
Ein Blick ins Herz der Milchstraße
Das Zentrum unserer Galaxie liegt hinter dichten Staubwolken. Ghez beobachtete es deshalb im Infrarotlicht mit den großen Keck-Teleskopen auf Hawaii. Mit einer besonderen Technik, der adaptiven Optik, glich sie das Flimmern der Luft aus. So konnte sie über viele Jahre verfolgen, wie Sterne um einen unsichtbaren Punkt kreisen.
Ein Riese im Dunkeln
Ein Stern namens S0-2 umrundet diesen Punkt in nur etwa 16 Jahren – mit enormer Geschwindigkeit. Daraus folgt: Dort muss eine Masse von rund vier Millionen Sonnen auf kleinstem Raum stecken. Das kann nur ein supermassereiches Schwarzes Loch sein: Sagittarius A*. 2020 erhielt Ghez dafür den Nobelpreis für Physik, gemeinsam mit Reinhard Genzel.


