Kurz erklärt
Eugene Shoemaker, genannt Gene, war ein US-amerikanischer Geologe. Er interessierte sich für eine Frage, die damals viele unterschätzten: Wie oft treffen Brocken aus dem All auf Planeten und Monde – und was richten sie dabei an?
Ein Krater aus dem All
Der Meteor-Krater in Arizona ist über einen Kilometer breit. Lange stritten Forscher, ob er von einem Vulkan stammt. Shoemaker fand dort um 1960 besondere Minerale, die nur unter gewaltigem Druck entstehen – wie bei einem Einschlag. Damit war bewiesen: Hier ist ein Brocken aus dem All eingeschlagen. Shoemaker begründete so die moderne Einschlagsforschung und brachte später auch Apollo-Astronauten Geologie bei.
Ein Komet trifft Jupiter
Gemeinsam mit seiner Frau Carolyn und dem Amateurastronomen David Levy suchte er am Palomar-Observatorium nach Kometen und Asteroiden. 1993 entdeckten sie einen Kometen, der in viele Stücke zerbrochen war: Shoemaker-Levy 9. Im Juli 1994 stürzten die Bruchstücke in den Jupiter – zum ersten Mal konnten Menschen den Zusammenstoß zweier Himmelskörper live beobachten.



