Michel Mayor

Lou erklärt

Michel Mayor hat gemerkt, dass ein Stern ganz leicht wackelt – weil ein Planet an ihm zieht. So hat er die erste fremde Welt bei einer anderen Sonne gefunden!

Kurz erklärt

Michel Mayor ist ein Schweizer Astronom aus Lausanne und forschte an der Universität Genf. Er entwickelte Messgeräte, mit denen man sehr genau bestimmen kann, ob sich ein Stern leicht hin und her bewegt.

Ein Stern, der wackelt

Ein Planet zieht an seinem Stern und bringt ihn ein ganz klein wenig zum Wackeln. Dieses Wackeln kann man im Licht des Sterns messen. 1995 fanden Mayor und sein Doktorand Didier Queloz so einen Planeten beim Stern 51 Pegasi im Sternbild Pegasus. Der Planet 51 Pegasi b war der erste, der bei einem sonnenähnlichen Stern entdeckt wurde.

Ein völlig unerwarteter Planet

Die Überraschung war groß: Der Planet ist ungefähr halb so schwer wie Jupiter, umkreist seinen Stern aber in nur gut vier Tagen – viel näher als Merkur an unserer Sonne. Solche „heißen Jupiter“ hatte niemand erwartet. Heute kennen wir schon über 6.000 Planeten bei anderen Sternen. 2019 erhielten Mayor und Queloz den Nobelpreis für Physik.

Zahlen & Fakten

Geboren: 1942
Herkunft: Lausanne, Schweiz
Wirkte in: Genf
Berühmt für: Entdeckung des ersten Exoplaneten um einen sonnenähnlichen Stern (51 Pegasi b, 1995)
Auszeichnung: Nobelpreis für Physik 2019

Wusstest du?

Der Planet 51 Pegasi b hat inzwischen einen offiziellen Namen: Dimidium. Das ist Latein und bedeutet „Hälfte“ – weil er etwa halb so schwer ist wie Jupiter.

Teste dein Wissen!

Frage 1: Wie heißt der Planet, den Mayor und Queloz entdeckten?

A) Kepler-1
B) Planet X
C) 51 Pegasi b
Richtig ist Antwort: c

Frage 2: Woran erkannten sie den Planeten?

A) An seinem Schatten auf der Erde
B) An einem Funksignal
C) Am Wackeln des Sterns
Richtig ist Antwort: c

Frage 3: Wie lange braucht 51 Pegasi b für eine Runde um seinen Stern?

A) Gut vier Tage
B) Ein Jahr
C) Hundert Jahre
Richtig ist Antwort: a

Quellen

Zuletzt geprüft: 28.10.2026

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