Kurz erklärt
Gustav Kirchhoff war ein deutscher Physiker in Heidelberg. Zusammen mit seinem Freund, dem Chemiker Robert Bunsen, untersuchte er, welches Licht verschiedene Stoffe aussenden, wenn man sie erhitzt.
Jeder Stoff hat sein Muster
Die beiden entdeckten: Jedes chemische Element leuchtet in ganz bestimmten Farben, wie mit einem eigenen Strichcode. Kirchhoff erkannte, dass die dunklen Fraunhofer-Linien im Sonnenlicht genau zu solchen Strichcodes passen. Sie entstehen, weil die Gase in der Sonnenhülle bestimmte Farben verschlucken.
Chemie aus der Ferne
Damit war etwas gelungen, das kurz vorher noch als unmöglich galt: Man konnte herausfinden, aus welchen Stoffen die Sonne besteht – ohne dorthin zu reisen. Kirchhoff fand zum Beispiel Natrium und Eisen in der Sonne. Diese Spektralanalyse ist bis heute das wichtigste Werkzeug der Astrophysik.



