Kurz erklärt
Ein Radioteleskop ist eine große Antenne, meist eine gewölbte Metallschüssel. Sie sammelt die schwachen Radiowellen aus dem All und wirft sie auf einen Empfänger im Brennpunkt. Dieser ist oft stark gekühlt, damit er möglichst wenig eigenes Rauschen erzeugt. Die Schüssel muss nicht spiegelblank sein: Weil Radiowellen viel länger sind als Lichtwellen, reicht für manche Teleskope sogar ein Metallgitter.
Gemeinsam sind sie stärker
Radiowellen sind lang, deshalb braucht man riesige Schüsseln, um scharfe Bilder zu bekommen. Ein Trick hilft: Man schaltet viele Radioteleskope zusammen, die weit voneinander entfernt stehen. Ein Computer verrechnet ihre Signale so, als wäre es ein einziges Teleskop, so groß wie der Abstand zwischen ihnen. Das nennt man Interferometrie. So arbeiten zum Beispiel Westerbork, ALMA, LOFAR und das Event Horizon Telescope.
