Kurz erklärt
Rainer Weiss wurde 1932 in Berlin geboren. Weil seine Familie vor den Nationalsozialisten fliehen musste, wuchs er in New York auf. Schon als Jugendlicher reparierte er Radios und baute Verstärker. Später wurde er Physikprofessor am Massachusetts Institute of Technology.
Ein Lineal aus Laserlicht
In den 1970er-Jahren hatte Weiss eine Idee: Man schickt Laserlicht durch zwei lange, rechtwinklig angeordnete Röhren, lässt es an Spiegeln zurückwerfen und vergleicht die beiden Lichtstrahlen. Läuft eine Gravitationswelle durch, werden die Röhren minimal länger und kürzer. Die Änderung ist winziger als ein Tausendstel eines Atomkerns – und trotzdem messbar.
Jahrzehntelange Geduld
Es dauerte über 40 Jahre, bis die Technik gut genug war. Die LIGO-Anlagen in den USA haben Arme von jeweils vier Kilometern Länge. 2015 gelang der erste Nachweis. 2017 erhielt Weiss zusammen mit Kip Thorne und Barry Barish den Nobelpreis für Physik. Er starb 2025.


