Event Horizon Telescope

Lou erklärt

Ein Schwarzes Loch selbst kann man nicht sehen – aber das EHT hat seinen Schatten vor dem leuchtenden Gas fotografiert!

Kurz erklärt

Das Event Horizon Telescope, kurz EHT, ist kein einzelnes Gerät. Es ist ein Netzwerk aus Radioteleskopen in Europa, Amerika, Asien, auf Hawaii, in Chile und sogar am Südpol. Sie beobachten alle zur gleichen Zeit dasselbe Ziel. Ihre Daten werden mit sehr genauen Atomuhren markiert und später von Supercomputern zusammengesetzt. So entsteht ein Teleskop, das fast so groß ist wie die ganze Erde.

Das erste Bild eines Schwarzen Lochs

Im April 2019 zeigte das EHT-Team das erste Bild eines Schwarzen Lochs: einen leuchtenden Ring um einen dunklen Schatten im Zentrum der Galaxie M87. Das Schwarze Loch dort ist rund 6,5 Milliarden Mal so schwer wie die Sonne. 2022 folgte das Bild von Sagittarius A*, dem Schwarzen Loch im Zentrum unserer eigenen Milchstraße. Auch das ALMA-Teleskop in Chile und das IRAM-Teleskop in Spanien gehören zum Netzwerk.

Zahlen & Fakten

Art: weltweites Netzwerk von Radioteleskopen
Prinzip: Interferometrie – ein Teleskop so groß wie die Erde
Erstes Bild: Schwarzes Loch in M87 (April 2019)
Zweites Bild: Sagittarius A* in der Milchstraße (Mai 2022)
Masse M87*: ca. 6,5 Milliarden Sonnenmassen
Beteiligt u. a.: ALMA (Chile), IRAM (Spanien)

Wusstest du?

Die Datenmengen waren so riesig, dass man sie nicht übers Internet schicken konnte. Die Festplatten wurden per Flugzeug zu den Rechenzentren gebracht.

Teste dein Wissen!

Frage 1: Was gelang dem EHT 2019?

A) Das erste Bild eines Schwarzen Lochs
B) Die erste Mondlandung
C) Die Entdeckung des Mars
Richtig ist Antwort: a

Frage 2: Wie groß ist das EHT ungefähr?

A) Fast so groß wie die Erde
B) So groß wie ein Fußballfeld
C) So klein wie ein Auto
Richtig ist Antwort: a

Frage 3: Wie kamen die Daten zum Rechenzentrum?

A) Auf Festplatten per Flugzeug
B) Per Brieftaube
C) Per Telefon vorgelesen
Richtig ist Antwort: a

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