Kurz erklärt
Heber Doust Curtis war ein amerikanischer Astronom. Ursprünglich war er Lehrer für alte Sprachen wie Latein und Griechisch, bevor er zur Astronomie wechselte. Am Lick-Observatorium in Kalifornien fotografierte er Hunderte der rätselhaften Spiralnebel.
Welteninseln
In einigen Spiralnebeln entdeckte Curtis aufflammende Sterne, sogenannte Novae. Sie waren viel schwächer als Novae in der Milchstraße. Für Curtis war das ein Hinweis, dass diese Nebel sehr weit weg sein müssen – eigene „Welteninseln“ aus Milliarden Sternen. In der Großen Debatte 1920 verteidigte er diese Idee gegen Harlow Shapley. Bei der Größe der Milchstraße und der Lage der Sonne irrte er dagegen.
Ein Strahl aus einer Galaxie
1918 bemerkte Curtis bei der riesigen Galaxie M87 einen merkwürdigen geraden Strahl. Er wusste nicht, was das war. Heute wissen wir: Es ist ein Jet aus Teilchen, den das supermassereiche Schwarze Loch im Zentrum von M87 ins All schleudert. Genau von diesem Schwarzen Loch machte das Event Horizon Telescope 2019 das erste Bild.


