Kurz erklärt
Robert E. Williams ist ein amerikanischer Astronom. Von 1993 bis 1998 leitete er das Space Telescope Science Institute in Baltimore – das Institut, das die Beobachtungen des Hubble-Weltraumteleskops plant und betreut.
Ein mutiger Versuch
Als Direktor durfte Williams über einen Teil der Beobachtungszeit selbst entscheiden. 1995 richtete er Hubble auf einen winzigen, scheinbar leeren Fleck im Sternbild Großer Bär. Viele Fachleute hielten das für Verschwendung, manche fürchteten sogar um seinen Ruf. Doch nach zehn Tagen und 342 Aufnahmen zeigte das Bild rund 3.000 Galaxien – das Hubble Deep Field.
Ein Blick in die Tiefe
Das Hubble Deep Field gehört zu den wichtigsten Bildern der Astronomie. Es zeigte, wie voll das Universum an Galaxien ist, und ließ Forschende in eine Zeit zurückblicken, als das Universum noch jung war. Williams entschied außerdem, die Daten sofort für alle Forschenden freizugeben. Später war er Präsident der Internationalen Astronomischen Union.


