Kurz erklärt
Henrietta Swan Leavitt arbeitete am Harvard-College-Observatorium in den USA. Sie gehörte zu einer Gruppe von Frauen, die Fotoplatten des Himmels auswerteten. Man nannte sie damals „Computer“ – denn sie rechneten und verglichen von Hand.
Sterne, die pulsieren
Leavitt untersuchte veränderliche Sterne in der Kleinen Magellanschen Wolke. Manche dieser Sterne werden regelmäßig heller und dunkler, wie ein langsamer Herzschlag. Sie heißen Cepheiden. 1912 veröffentlichte Leavitt ihre Entdeckung: Je heller ein Cepheid in Wirklichkeit leuchtet, desto langsamer pulsiert er.
Ein Maßband für das Weltall
Das war ein Durchbruch. Misst man, wie schnell ein Cepheid pulsiert, weiß man, wie hell er wirklich ist. Vergleicht man das mit seiner Helligkeit am Himmel, kann man die Entfernung berechnen. Mit genau diesem Werkzeug zeigte Edwin Hubble später, dass die Andromeda-Galaxie weit außerhalb unserer Milchstraße liegt.

