Kurz erklärt
Kip Thorne ist ein US-amerikanischer theoretischer Physiker aus Utah. Am California Institute of Technology erforschte er jahrzehntelang Schwarze Löcher, Neutronensterne und die Frage, wie sie Raum und Zeit verbiegen.
Wellen im Raum
Einstein hatte vorhergesagt, dass schwere, schnell bewegte Massen winzige Wellen in Raum und Zeit erzeugen: Gravitationswellen. Thorne berechnete, welche Signale man zum Beispiel von zwei verschmelzenden Schwarzen Löchern erwarten müsste. Zusammen mit Rainer Weiss und Ronald Drever gründete er das Projekt LIGO, das solche Wellen messen sollte.
Der Durchbruch
Am 14. September 2015 war es so weit: LIGO fing zum ersten Mal Gravitationswellen auf. Sie stammten von zwei Schwarzen Löchern, die vor etwa 1,3 Milliarden Jahren miteinander verschmolzen waren. 2017 erhielten Thorne, Weiss und Barry Barish dafür den Nobelpreis für Physik.


