Kurz erklärt
Reinhard Genzel wurde 1952 in Bad Homburg geboren. Er leitet seit vielen Jahren eine Forschungsabteilung am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching bei München. Sein großes Thema: das Herz unserer Milchstraße.
Mit Riesenteleskopen in Chile
Genzel und sein Team beobachteten das galaktische Zentrum vor allem mit den großen Teleskopen der Europäischen Südsternwarte in Chile. Über mehr als 25 Jahre vermaßen sie, wie sich Dutzende Sterne um einen unsichtbaren Punkt bewegen – unabhängig vom Team von Andrea Ghez in den USA.
Zwei Teams, ein Ergebnis
Beide Teams kamen zum gleichen Schluss: Im Zentrum der Milchstraße sitzt ein Schwarzes Loch mit rund vier Millionen Sonnenmassen, Sagittarius A*. 2020 erhielten Genzel und Ghez dafür den Nobelpreis für Physik. Genzels Team konnte 2018 außerdem zeigen, dass das Licht eines Sterns nahe dem Schwarzen Loch genau so verändert wird, wie Einstein es vorhergesagt hatte.


