Kurz erklärt
Der Goldfisch ist ein kleines Sternbild am Südhimmel, nahe dem Himmelssüdpol. Er hat keine hellen Sterne, ist aber berühmt: In ihm liegt der größte Teil der Großen Magellanschen Wolke, einer Nachbargalaxie der Milchstraße, die man mit bloßem Auge sieht.
So findest du es
Der Goldfisch ist nur von der Südhalbkugel aus zu sehen, zum Beispiel aus Südafrika, Australien oder Südamerika. Such in einer dunklen Nacht einen großen, hellen Nebelfleck, der wie ein abgerissenes Stück Milchstraße aussieht – die Große Magellansche Wolke. Am besten von Dezember bis Februar.
Lou erzählt: Ein Fisch von niederländischen Seefahrern
Der Goldfisch hat eine spannende Geschichte aus den Niederlanden. Um 1595 segelte eine Flotte von Amsterdam nach Indonesien. An Bord waren die Seefahrer Pieter Dirkszoon Keyser und Frederick de Houtman. Der Kartenmacher Petrus Plancius hatte sie gebeten, unterwegs die unbekannten Sterne des Südhimmels zu vermessen. Sie zeichneten jede Nacht Sterne auf und sahen dabei auch viele Tiere, die es in Europa nicht gab. Daraus wurden neue Sternbilder: Tukan, Paradiesvogel, Chamäleon, Fliegender Fisch – und der Goldfisch. Gemeint ist übrigens kein Aquarienfisch, sondern eine Goldmakrele, die Seeleute in warmen Meeren beobachteten. „Seefahrer aus den Niederlanden haben Sternbilder erfunden“, sagt Lou stolz. „Unsere Nachbarn waren richtig fleißig!“
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