Kurz erklärt
Der Oktant ist das Sternbild, in dem der Himmelssüdpol liegt. Anders als im Norden gibt es dort aber keinen hellen Polarstern. Der „Südpolarstern“ Sigma Octantis ist so schwach, dass man ihn nur unter sehr dunklem Himmel sieht.
So findest du es
Den Oktanten sieht man nur von der Südhalbkugel aus. Er steht dort das ganze Jahr über dem Südhorizont. Um den Himmelssüdpol zu finden, verlängert man die lange Achse des Kreuzes des Südens etwa viereinhalb Mal. Dort, in einer sternarmen Gegend, liegt der Oktant.
Lou erzählt: Ein Messgerät am Südpol
Der Oktant ist ein Sternbild ohne Sage. Der französische Astronom Lacaille setzte ihn um 1752 an den Himmel. Er wählte ein Werkzeug, das für Seefahrer damals lebenswichtig war: den Oktanten. Mit diesem Instrument maßen Seeleute, wie hoch die Sonne oder ein Stern über dem Horizont stand. Daraus konnten sie berechnen, wo auf dem Meer sie sich gerade befanden. Der Oktant war erst wenige Jahrzehnte vorher erfunden worden. Lacaille fand, dass so ein Navigationsinstrument genau an den Südpol des Himmels gehört – an den Punkt, um den sich alles dreht. Leider hat er dort keinen hellen Stern gefunden. „Am Südpol gibt es keinen Polarstern“, sagt Lou. „Die Menschen auf der Südhalbkugel müssen ihn suchen, mit dem Kreuz des Südens.“
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