Kurz erklärt
Sehr große Sterne – mindestens etwa achtmal so schwer wie die Sonne – enden nicht leise. Wenn ihr Brennstoff aufgebraucht ist, stürzt ihr Kern in Sekundenbruchteilen in sich zusammen. Die äußeren Schichten werden mit ungeheurer Wucht ins All geschleudert: eine Supernova. Auch ein Weißer Zwerg kann als Supernova explodieren, wenn er von einem Nachbarstern zu viel Material abbekommt.
Wir sind aus Sternenstaub
Bei Supernovae entstehen viele schwere Stoffe und werden ins All verteilt. Aus diesem Material bildeten sich später neue Sterne, Planeten – und auch wir. Viele Atome in unserem Körper, etwa ein Teil des Eisens in unserem Blut, stammen ursprünglich aus explodierten Sternen.
Supernovae in der Geschichte
Im Jahr 1054 beobachteten Astronomen in China einen neuen Stern, der wochenlang sogar am Tag sichtbar war. Die Reste dieser Supernova sehen wir heute als Krebsnebel im Sternbild Stier. Die letzte Supernova in unserer Milchstraße, die man mit bloßem Auge sah, beobachtete Johannes Kepler im Jahr 1604.
