Die Sonne brodelt
Mit einem geeigneten Sonnenteleskop sieht man: Die Sonne ist nicht glatt. Ihre sichtbare Schicht, die Photosphäre, ist voller heller Zellen, den Granulen. In ihnen steigt heißes Plasma auf, an den Rändern kühlt es etwas ab und sinkt wieder nach unten. Eine einzelne Granule ist oft etwa tausend Kilometer breit – größer als manches Land auf der Erde.
Dunkle Flecken – keine Löcher
Zwischen den Granulen tauchen manchmal dunkle Stellen auf: Sonnenflecken. Sie sind keine Löcher und auch nicht kalt. Sie sind nur etwas weniger heiß als ihre Umgebung, die rund 5.500 Grad Celsius heiß ist. Weil sie kühler sind, wirken sie im Vergleich dunkler.
Ein unsichtbarer Dirigent
Der Grund für die Flecken ist das Magnetfeld der Sonne. Wo es besonders stark ist, bremst es den Energiefluss aus dem Inneren. Dann steigt weniger heißes Plasma nach oben, und die Stelle wird kühler. Sonnenflecken zeigen uns also etwas Unsichtbares: das Magnetfeld. Ihre Zahl steigt und fällt in einem Zyklus von etwa elf Jahren.
