Mehr Wasser als gedacht
Früher dachte man, flüssiges Wasser gebe es im Sonnensystem fast nur auf der Erde. Heute kennen wir mehrere Monde, unter deren Eis sehr wahrscheinlich Ozeane liegen. Man nennt sie Ozeanwelten.
Die Kandidaten
Starke Hinweise gibt es bei den Jupitermonden Europa und Ganymed und beim Saturnmond Enceladus, der Wasser in Fontänen ins All schleudert. Auch Titan hat wahrscheinlich tief unter seiner Oberfläche einen Ozean aus Wasser. Für Kallisto, Triton und sogar Pluto gibt es ebenfalls Hinweise.
Warum das Wasser flüssig bleibt
So weit draußen ist es eiskalt. Doch Gezeitenkräfte der großen Planeten kneten viele dieser Monde durch und erzeugen Wärme. Dazu kommt Wärme aus dem Inneren. Die dicke Eiskruste wirkt wie eine Decke, die den Ozean darunter schützt.
Lebensfreundlich ist nicht lebendig
Auf der Erde gibt es Leben an erstaunlichen Orten: an heißen Quellen in der Tiefsee, im Eis, tief im Gestein. Darum fragen sich Forschende, ob auch in fremden Ozeanen Leben möglich ist. Bisher kennen wir aber nur einen Ort mit sicherem Leben: die Erde. Wasser und Energie sind Hinweise auf Lebensfreundlichkeit – kein Beweis für Leben.
