Kurz erklärt
Jahrhundertelang war unklar, ob andere Sterne überhaupt Planeten besitzen. Heute wissen wir: Planeten sind im Universum ganz normal. Allein in unserer Milchstraße gibt es wahrscheinlich viele Milliarden – vermutlich sogar mehr Planeten als Sterne.
Die ersten Funde
1992 fanden Astronomen die ersten bestätigten Exoplaneten – ausgerechnet um einen Pulsar, einen Sternrest. 1995 entdeckten Michel Mayor und Didier Queloz mit 51 Pegasi b den ersten Planeten um einen sonnenähnlichen Stern: einen heißen Gasriesen, der seinen Stern in nur gut vier Tagen umrundet. Dafür erhielten die beiden 2019 den Nobelpreis für Physik.
Wie man sie findet
Exoplaneten sind winzig und lichtschwach neben ihrem hellen Stern. Meist verraten sie sich indirekt: Zieht ein Planet vor seinem Stern vorbei, wird der Stern ein winziges bisschen dunkler (Transitmethode). Oder die Schwerkraft des Planeten bringt den Stern leicht zum Wackeln, was man im Spektrum messen kann (Radialgeschwindigkeitsmethode). Weltraumteleskope wie Kepler und TESS haben so Tausende Planeten aufgespürt.



