Kurz erklärt
Jocelyn Bell wurde 1943 in Nordirland geboren. In der Schule durften Mädchen zunächst keine Naturwissenschaften belegen – erst nachdem ihre Eltern protestierten, durfte sie in den Physikunterricht. Später ging sie als Doktorandin nach Cambridge.
Ein seltsames Signal
Bell half beim Bau eines großen Radioteleskops aus Tausenden Holzpfählen und Drähten. Danach wertete sie Kilometer von Papierstreifen aus, auf denen das Teleskop seine Messungen aufzeichnete. Im Jahr 1967 fiel ihr ein winziges „Gekritzel“ auf: ein Signal, das ganz regelmäßig etwa alle 1,3 Sekunden pulsierte.
Kleine grüne Männchen?
So regelmäßig – könnte das eine Botschaft Außerirdischer sein? Halb im Scherz nannte das Team die Quelle „LGM-1“, für „Little Green Men“. Doch Bell fand bald weitere solcher Signale. Die Erklärung: Pulsare, schnell rotierende Neutronensterne. Den Nobelpreis für die Entdeckung bekam 1974 allerdings ihr Doktorvater Antony Hewish – nicht sie.



