Kurz erklärt
Die kosmische Mikrowellen-Hintergrundstrahlung (englisch abgekürzt CMB) erreicht uns gleichmäßig aus allen Richtungen des Himmels. Sie ist das Nachglühen des frühen Universums – das älteste elektromagnetische Licht, das Teleskope überhaupt einfangen können.
Als der Nebel sich lichtete
In den ersten rund 380.000 Jahren war das Universum so heiß und dicht, dass Licht ständig an freien Elektronen abprallte – wie ein Taschenlampenstrahl im dichtesten Nebel. Als der Kosmos auf etwa 3.000 Grad abgekühlt war, verbanden sich Elektronen und Atomkerne zu Atomen. Plötzlich konnte das Licht frei reisen. Seitdem ist es unterwegs; die Ausdehnung des Raums hat seine Wellen so stark gedehnt, dass es heute als Mikrowellenstrahlung ankommt.
Die Babyfotos der Galaxien
Die Strahlung ist fast überall gleich warm, nur etwa 2,7 Grad über dem absoluten Nullpunkt. Winzige Temperaturunterschiede von weniger als einem Hunderttausendstel Grad verraten aber, wo die Materie damals ein klein wenig dichter war. Aus diesen Keimen wuchsen durch die Schwerkraft später Galaxien, Galaxienhaufen und das ganze kosmische Netz. Entdeckt wurde die Strahlung 1964/65 eher zufällig von Arno Penzias und Robert Wilson.



