Kurz erklärt
LOFAR steht für „Low Frequency Array“. Statt großer Schüsseln besteht es aus Tausenden einfachen Antennen, die eher wie kleine Zelte oder Stangen mit Drähten aussehen. Das Herz von LOFAR liegt bei Exloo in der niederländischen Provinz Drenthe. Weitere Stationen stehen in den Niederlanden und in vielen Ländern Europas, zum Beispiel in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Polen und Schweden. Gebaut hat es das niederländische Institut ASTRON, eingeweiht wurde es 2010.
Lauschen auf die ganz langen Wellen
LOFAR empfängt besonders lange Radiowellen, die nur wenige andere Teleskope messen können. Die Antennen bewegen sich nicht. Stattdessen „lenkt“ ein Supercomputer den Blick, indem er die Signale passend verrechnet – so kann LOFAR sogar in mehrere Richtungen gleichzeitig schauen. Damit haben Forschende Tausende neue Galaxien, Pulsare und Signale aus der Frühzeit des Universums untersucht.
