Martin Ryle

Lou erklärt

Ryle hat viele kleine Antennen zu einem Team gemacht. Zusammen sind sie so scharfsichtig wie ein Riesenteleskop!

Kurz erklärt

Viele Himmelskörper senden nicht nur Licht, sondern auch Radiowellen aus. Um sie scharf abzubilden, bräuchte man allerdings riesige Antennen. Der britische Radioastronom Martin Ryle aus Cambridge fand einen klugen Ausweg.

Viele kleine statt einer großen

Ryle kombinierte die Signale mehrerer Antennen, die in einigem Abstand zueinander stehen. Weil sich die Erde dreht, „sehen“ die Antennen die Quelle im Lauf des Tages aus immer neuen Blickwinkeln. Zusammengerechnet ergibt das ein Bild, als hätte man ein riesiges Teleskop. Diese Technik heißt Apertursynthese.

Der erste Astronomie-Nobelpreis

1974 erhielten Martin Ryle und Antony Hewish den Nobelpreis für Physik – es war das erste Mal, dass dieser Preis für Arbeiten in der Astronomie vergeben wurde. Ryle war außerdem von 1972 bis 1982 königlicher Hofastronom von Großbritannien.

Zahlen & Fakten

Lebensdaten: 1918–1984
Herkunft: England
Wirkte in: Cambridge
Berühmt für: Apertursynthese in der Radioastronomie
Auszeichnung: Nobelpreis für Physik 1974 (mit Antony Hewish)

Wusstest du?

Nach Ryles Prinzip arbeiten heute weltweit verbundene Radioteleskope. So entstand 2019 das erste Bild eines Schwarzen Lochs – das „Teleskop“ war dafür praktisch so groß wie die ganze Erde.

Teste dein Wissen!

Frage 1: Welche Wellen fangen Radioteleskope auf?

A) Radiowellen
B) Wasserwellen
C) Schallwellen
Richtig ist Antwort: a

Frage 2: Was tat Ryle, um schärfere Bilder zu bekommen?

A) Er verband mehrere Antennen
B) Er baute einen Turm
C) Er nutzte einen Spiegel aus Gold
Richtig ist Antwort: a

Frage 3: Mit wem teilte Ryle den Nobelpreis 1974?

A) Max Planck
B) Antony Hewish
C) Albert Einstein
Richtig ist Antwort: b

Quellen

Zuletzt geprüft: 28.10.2026

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