Kurz erklärt
Viele Himmelskörper senden nicht nur Licht, sondern auch Radiowellen aus. Um sie scharf abzubilden, bräuchte man allerdings riesige Antennen. Der britische Radioastronom Martin Ryle aus Cambridge fand einen klugen Ausweg.
Viele kleine statt einer großen
Ryle kombinierte die Signale mehrerer Antennen, die in einigem Abstand zueinander stehen. Weil sich die Erde dreht, „sehen“ die Antennen die Quelle im Lauf des Tages aus immer neuen Blickwinkeln. Zusammengerechnet ergibt das ein Bild, als hätte man ein riesiges Teleskop. Diese Technik heißt Apertursynthese.
Der erste Astronomie-Nobelpreis
1974 erhielten Martin Ryle und Antony Hewish den Nobelpreis für Physik – es war das erste Mal, dass dieser Preis für Arbeiten in der Astronomie vergeben wurde. Ryle war außerdem von 1972 bis 1982 königlicher Hofastronom von Großbritannien.


