Kurz erklärt
Vera Rubin wurde 1928 in Philadelphia geboren. Schon als Kind beobachtete sie von ihrem Bett aus die Sterne durch das Fenster. Sie studierte am Vassar College – wo einst Maria Mitchell gelehrt hatte – und wurde Astronomin, obwohl ihr manche davon abrieten.
Zu schnell am Rand
Zusammen mit Kent Ford maß Rubin ab 1970, wie schnell sich Sterne und Gas in Galaxien wie Andromeda um das Zentrum drehen. Erwartet hatte man: Weiter außen wird es langsamer, wie bei den Planeten im Sonnensystem. Doch die Sterne am Rand waren genauso schnell wie weiter innen. Dafür muss es viel mehr Masse geben, als man sieht – unsichtbare dunkle Materie.
Eine Wegbereiterin
Rubin war 1965 die erste Frau, die offiziell am großen Palomar-Observatorium beobachten durfte. Sie setzte sich ihr Leben lang dafür ein, dass Frauen in der Wissenschaft gleiche Chancen bekommen.

