Kurz erklärt
Weit, weit hinter dem Kuipergürtel umgibt eine gewaltige Wolke aus Eiskörpern unser Sonnensystem wie eine Kugelschale. Der niederländische Astronom Jan Oort hat sie 1950 vorgeschlagen, um zu erklären, woher Kometen mit sehr langen Umlaufzeiten kommen.
Noch nie gesehen
Die Oortsche Wolke wurde noch nie direkt beobachtet. Ihre Eiskörper sind zu klein, zu dunkel und zu weit entfernt. Dass es sie gibt, schließen Astronomen aus den Bahnen der Kometen: Viele kommen aus allen Richtungen des Himmels aus großer Ferne – genau dorthin zeigen ihre Bahnen zurück.
Unvorstellbar weit
Die Oortsche Wolke beginnt vermutlich ab etwa 2.000 AE und reicht bis zu 100.000 AE weit – das ist mehr als ein Drittel der Strecke bis zum nächsten Stern. Die Raumsonde Voyager 1 wird noch rund 300 Jahre brauchen, um ihren inneren Rand zu erreichen, und etwa 30.000 Jahre, um sie zu durchqueren.
