Kurz erklärt
Zerlegt man das Licht eines Sterns oder einer Galaxie mit einem Spektrografen in seine Farben, sieht man feine dunkle Linien. Jedes chemische Element hinterlässt sie an ganz bestimmten Stellen – wie ein Fingerabdruck. Bei fernen Galaxien sind alle diese Linien gemeinsam ein Stück zum roten Ende des Spektrums verschoben. Das nennt man Rotverschiebung.
Gedehntes Licht
Licht ist eine Welle. Während es von einer fernen Galaxie zu uns reist, dehnt sich der Raum aus – und die Lichtwelle wird mitgedehnt. Längere Wellen bedeuten röteres Licht. Je weiter eine Galaxie entfernt ist, desto länger war ihr Licht unterwegs, desto stärker wurde es gedehnt.
Ein Messwerkzeug
Die Rotverschiebung ist eines der wichtigsten Werkzeuge der Astronomie. Aus ihr lässt sich ablesen, wie weit eine Galaxie entfernt ist und wie lange ihr Licht unterwegs war. Bei den allerfernsten Galaxien ist das Licht so stark gedehnt, dass es nur noch als Infrarotstrahlung ankommt. Deshalb beobachtet das James-Webb-Weltraumteleskop vor allem im Infrarot.



