Kurz erklärt
Ruby Payne-Scott war eine australische Physikerin. Während des Zweiten Weltkriegs arbeitete sie an Radargeräten. Danach nutzte sie ihr Wissen über Radiowellen, um den Himmel zu erforschen – sie gilt als erste Radioastronomin der Welt.
Die Sonne funkt
Payne-Scott entdeckte, dass die Sonne manchmal plötzliche, starke Radioausbrüche aussendet. Sie fand verschiedene Arten dieser Ausbrüche und zeigte, dass sie mit Vorgängen in der Sonnenatmosphäre zusammenhängen. 1946 arbeitete sie mit einer Antenne auf einer Klippe bei Sydney, die das Meer als Spiegel nutzte – eine der ersten Formen der Radiointerferometrie.
Eine mutige Forscherin
Damals durften verheiratete Frauen in Australien keine feste Stelle im Staatsdienst haben. Payne-Scott hielt ihre Hochzeit deshalb jahrelang geheim. Als das herauskam und sie ein Kind erwartete, musste sie die Forschung 1951 verlassen. Sie setzte sich ihr Leben lang für die Rechte von Frauen ein.


