Kurz erklärt
Das Einhorn ist ein schwaches Sternbild mitten im Winterdreieck aus Beteigeuze, Prokyon und Sirius. Es hat keine hellen Sterne, dafür aber sehr schöne Himmelsschätze in der Wintermilchstraße: den Rosettennebel und den Weihnachtsbaumhaufen.
So findest du es
Such das Winterdreieck aus Beteigeuze, Prokyon und Sirius. Das Einhorn füllt fast das ganze Dreieck aus. Ohne Fernglas siehst du nur wenige Sterne. Das Einhorn steht im Januar und Februar am Abend im Süden.
Lou erzählt: Ein Fabeltier am Himmel
Das Einhorn hat keine alte griechische Sage, denn die Griechen kannten dieses Sternbild noch nicht. In der Gegend zwischen Orion und den Hunden sahen sie einfach nur ein paar schwache Sterne. Erst um 1612 zeichnete der niederländische Theologe und Kartenmacher Petrus Plancius ein Einhorn in diese Lücke. Einhörner kannte man damals aus alten Geschichten: weiße, pferdeähnliche Tiere mit einem einzelnen, gedrehten Horn auf der Stirn. Man glaubte, sie seien so scheu, dass sie sich kaum fangen ließen, und ihr Horn könne Gift unschädlich machen. Ein solches Fabeltier passte gut in den Winterhimmel, mitten zwischen Jäger und Hunde. „Ein Einhorn, das sich zwischen Jagdhunden versteckt“, sagt Lou. „Mutig ist es ja.“
Himmelsschätze in diesem Sternbild
Auf der Sternkarte oben sind sie rosa eingekreist. Klick auf einen Schatz, um mehr über ihn zu erfahren:
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