Kurz erklärt
Der Große Bär ist das drittgrößte Sternbild des Himmels. Seine sieben hellsten Sterne kennt fast jeder: Sie bilden den Großen Wagen. Der Wagen ist aber nur Hinterteil und Schwanz des Bären – Kopf und Beine bestehen aus schwächeren Sternen. Der Große Wagen geht bei uns nie unter.
So findest du es
Den Großen Wagen findest du das ganze Jahr im Norden: im Frühling hoch über dir, im Herbst tief über dem Horizont. Verlängere die hintere Kante des Wagenkastens (die Sterne Merak und Dubhe) etwa fünfmal nach oben – so kommst du zum Polarstern.
Lou erzählt: Kallisto und der Bär
Kallisto war eine Nymphe, die mit der Göttin Artemis durch die Wälder streifte. Zeus verliebte sich in sie, und sie bekam einen Sohn namens Arkas. Darüber wurde Zeus‘ Frau Hera schrecklich eifersüchtig. Zur Strafe verwandelte sie Kallisto in eine Bärin. Viele Jahre lebte Kallisto allein im Wald. Arkas wuchs heran und wurde ein Jäger. Eines Tages begegnete er im Wald einer Bärin – seiner eigenen Mutter, ohne es zu wissen. Er hob schon seinen Speer. Da griff Zeus ein, verwandelte auch Arkas in einen Bären und schleuderte beide am Schwanz in den Himmel. Deshalb haben die Himmelsbären so lange Schwänze! Hera war damit gar nicht zufrieden. Sie bat den Meeresgott, die Bären niemals im Meer baden zu lassen. Darum gehen sie bei uns nie unter. „Ein Bär mit langem Schwanz“, lacht Lou. „Jetzt weißt du, warum.“
Himmelsschätze in diesem Sternbild
Auf der Sternkarte oben sind sie rosa eingekreist. Klick auf einen Schatz, um mehr über ihn zu erfahren:
- M 40 – Winnecke 4
- M 81 – Bodes Galaxie
- M 82 – Zigarrengalaxie
- M 97 – Eulennebel
- M 101 – Feuerradgalaxie
- M 108 – Surfbrett-Galaxie
- M 109 – Galaxie im Großen Bären
- Mizar und Alkor
🔭 Selbst ausprobieren
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