Kurz erklärt
Die Leier ist ein kleines Sommersternbild mit einem sehr hellen Stern: Wega. Sie ist bläulich-weiß, rund 25 Lichtjahre entfernt und eine der drei Ecken des Sommerdreiecks. Unter Wega bilden vier schwächere Sterne ein kleines Parallelogramm – den Körper der Leier.
So findest du es
An Sommerabenden steht Wega fast senkrecht über dir. Sie ist der hellste Stern in dieser Himmelsgegend. Zusammen mit Deneb im Schwan und Atair im Adler bildet sie das große Sommerdreieck. Zwischen den beiden unteren Sternen des Parallelogramms liegt der Ringnebel M 57.
Lou erzählt: Die Leier des Orpheus
Orpheus war der beste Musiker der ganzen Welt. Wenn er auf seiner Leier spielte, kamen die wilden Tiere herbei und legten sich friedlich hin. Sogar Bäume und Felsen sollen ihm zugehört haben. Orpheus liebte die Nymphe Eurydike. Doch kurz nach der Hochzeit wurde sie von einer Schlange gebissen und starb. Orpheus stieg in die Unterwelt hinab und spielte so traurig und schön, dass Hades, der Herrscher der Toten, weinen musste. Er erlaubte Eurydike, mitzugehen – unter einer Bedingung: Orpheus durfte sich auf dem Weg nach oben nicht umdrehen. Kurz vor dem Ausgang schaute er doch zurück, und Eurydike verschwand für immer. Nach Orpheus‘ Tod setzte Zeus seine Leier an den Himmel. „Wenn du in einer Sommernacht ganz still bist“, flüstert Lou, „hörst du vielleicht ein ganz leises Lied.“
Himmelsschätze in diesem Sternbild
Auf der Sternkarte oben sind sie rosa eingekreist. Klick auf einen Schatz, um mehr über ihn zu erfahren:
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