Kurz erklärt
Der Luchs ist ein langes, sehr schwaches Sternbild zwischen dem Großen Bären und dem Fuhrmann. Es besteht nur aus wenigen mittelhellen Sternen, die sich wie eine Zickzacklinie über den Himmel ziehen.
So findest du es
Der Luchs füllt die Lücke zwischen den Vorderpfoten des Großen Bären und der Capella im Fuhrmann. Weil er so schwach ist, brauchst du einen wirklich dunklen Himmel ohne Mondlicht. Am besten im Spätwinter abends hoch im Nordosten bis Osten.
Lou erzählt: Augen wie ein Luchs
Der Luchs hat keine alte Sage, denn er ist ein „junges“ Sternbild. Erfunden hat ihn 1687 der Danziger Astronom Johannes Hevelius. Er fand zwischen dem Großen Bären und dem Fuhrmann eine Lücke mit vielen schwachen Sternchen und wollte daraus ein Sternbild machen. Doch welches? Hevelius hatte eine lustige Idee. Er schrieb ungefähr: Wer dieses Sternbild erkennen will, braucht Augen wie ein Luchs! Luchse sind Raubkatzen mit Pinselohren, die in Wäldern leben und als besonders scharfsichtig gelten. Hevelius selbst hatte übrigens wirklich sehr gute Augen. Er beobachtete die Sterne oft ohne Fernrohr und war erstaunlich genau. „Ich habe Luchsaugen getestet“, sagt Lou. „Mit Fernglas klappt es viel besser.“
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