Kurz erklärt
Orion ist das wohl bekannteste Sternbild überhaupt. Es stellt einen riesigen Jäger dar. Zwei helle Sterne markieren seine Schultern, zwei seine Knie, und in der Mitte stehen drei Sterne in einer Reihe: der Gürtel des Orion. Unterhalb davon hängt sein Schwert mit dem berühmten Orionnebel.
So findest du es
Im Winter steht Orion am Abend im Süden. Such nach drei gleich hellen Sternen in einer schrägen Reihe – das ist der Gürtel. Oben links leuchtet der rötliche Stern Beteigeuze, unten rechts der bläulich-weiße Rigel. Verlängerst du den Gürtel nach links unten, kommst du zum Sirius, nach rechts oben zum Aldebaran im Stier.
Lou erzählt: Der Jäger und der Skorpion
Orion war der größte und stärkste Jäger, den es je gab. Er war so groß, dass er durch das Meer waten konnte, ohne dass sein Kopf nass wurde. Doch Orion war auch ein Angeber. Eines Tages rief er: „Ich kann jedes Tier auf der Erde besiegen!“ Das hörte Gaia, die Mutter Erde. Sie wollte ihre Tiere beschützen und schickte einen winzigen Skorpion los. Der Riese lachte über das kleine Tier – bis es ihn in die Ferse stach. Die Götter setzten danach beide an den Himmel, aber weit voneinander entfernt. Deshalb sieht man Orion im Winter und den Skorpion im Sommer. Wenn der Skorpion im Osten aufgeht, verschwindet Orion im Westen. Er hat bis heute Respekt vor dem kleinen Tier. „Siehst du?“, sagt Lou. „Auch Kleine können ganz groß sein.“
Himmelsschätze in diesem Sternbild
Auf der Sternkarte oben sind sie rosa eingekreist. Klick auf einen Schatz, um mehr über ihn zu erfahren:
- M 42 – Orionnebel
- M 43 – De Mairans Nebel
- M 78 – Reflexionsnebel im Orion
- Flammennebel
- Pferdekopfnebel
🔭 Selbst ausprobieren
Das Wissen aus diesem Artikel kannst du gleich mit unseren Himmels-Werkzeugen erleben:



