Kurz erklärt
Der Stier ist ein Tierkreissternbild am Winterhimmel. Sein Kopf ist ein V aus Sternen, der Sternhaufen der Hyaden. Darin leuchtet das orange „Auge“ des Stiers, der Stern Aldebaran. Ganz in der Nähe glitzert der schönste Sternhaufen des Himmels: die Plejaden, auch Siebengestirn genannt.
So findest du es
Verlängere die Gürtelsterne des Orion nach rechts oben. Du triffst auf den orangen Aldebaran im V der Hyaden. Folgst du der Linie weiter, kommst du zu einem kleinen, funkelnden Sternhäufchen – den Plejaden. Der Stier steht von Spätherbst bis Spätwinter abends gut sichtbar am Himmel.
Lou erzählt: Der weiße Stier und Europa
Zeus, der Göttervater, verliebte sich in eine Prinzessin namens Europa. Sie spielte gerne mit ihren Freundinnen am Strand. Um sie nicht zu erschrecken, verwandelte sich Zeus in einen wunderschönen, schneeweißen Stier mit Hörnern wie ein Halbmond. Der Stier war so zahm, dass Europa ihm Blumenkränze um die Hörner legte. Schließlich setzte sie sich auf seinen Rücken. Da lief der Stier ins Meer und schwamm mit ihr bis zur Insel Kreta. Dort zeigte Zeus ihr, wer er wirklich war. Europa wurde Königin von Kreta, und nach ihr ist unser Kontinent Europa benannt. Den Stier setzte Zeus an den Himmel. Weil er aus dem Meer auftaucht, sieht man von ihm nur Kopf und Vorderbeine. „Ein ganzer Erdteil ist nach einer Prinzessin auf einem Sternbild-Stier benannt“, staunt Lou. „Das ist doch toll!“
Himmelsschätze in diesem Sternbild
Auf der Sternkarte oben sind sie rosa eingekreist. Klick auf einen Schatz, um mehr über ihn zu erfahren:
🔭 Selbst ausprobieren
Das Wissen aus diesem Artikel kannst du gleich mit unseren Himmels-Werkzeugen erleben:



